Neubau in Oberwilen
2025 könnten sie bezugsbereit sein: In Speicher sollen günstige Alterswohnungen entstehen

Das Bedürfnis nach günstigen Alterswohnungen besteht in Speicher schon seit Jahren. Die Genossenschaft Alterssiedlung plant nun die Erstellung solcher im Gebiet Oberwilen. Das Mitwirkungsverfahren für den Sondernutzungsplan läuft bis zum 11. Oktober.

Astrid Zysset
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Unterhalb der Kirche sollen die neuen Alterswohnungen entstehen.

Unterhalb der Kirche sollen die neuen Alterswohnungen entstehen.

Bild: PD

Das Projekt nahm mittlerweile vor zehn Jahren seinen Anfang. Damals zeigte eine Umfrage in der Speicherer Bevölkerung: das Bedürfnis nach bezahlbaren Alterswohnungen ist gross. Verschiedene Varianten wurden seitdem geprüft, umsetzen liess sich jedoch keine. Bis jetzt.

Im Gebiet Oberwilen, in direkter Nachbarschaft zur bestehenden Alterssiedlung, soll ein Neubau entstehen. Als «kompakten Baukörper mit klaren Strukturen», der sich gut an die Bauten in der Umgebung anpasse, umschrieb ihn Architekt Thomas Walser von der Schraner Partner Architektur in Speicher an der vergangenen Informationsveranstaltung «Forum» am Donnerstagabend im Buchensaal. Erarbeitet hatte Walser das Projekt zusammen mit der Genossenschaft Alterssiedlung, welche als Bauherrin auftritt. Die Gemeinde stellt den Boden zur Verfügung.

16 Wohnungen auf vier Etagen

Geplant ist ein viergeschossiger Neubau samt Flachdach und Tiefgarage. Walser: «Tiefgarage ist etwas viel gesagt; sie verfügt gerade mal über acht Parkplätze.» 14 bis 16 2- und 3-Zimmerwohnungen sollen entstehen. Wieviele es genau sein werden, ist noch unklar. Gespräche mit der Genossenschaft Alterssiedlung über eine alternative Nutzung der Räumlichkeiten laufen. Möglich wäre auch der Einbau eines direkten Zugangs zur Kirche wie auch Gemeinschafts- und Therapieräume. Sollten diese Möglichkeiten umgesetzt werden, entstehen weniger Wohnungen.

Denn die Dimensionen des Baukörpers sind fixiert: 35 Meter wird er lang, 15 Meter breit. Entstehen soll er entlang der Höhenkurve, die Erschliessung erfolgt über Nordwesten über die Oberwilenstrasse. Und in Zusammenarbeit mit einem Landschaftsarchitekten werde die Umgebung so gestaltet, dass es Begegnungszonen und Grünflächen gibt, die eine Verbindung zur bestehenden Alterssiedlung schaffen. Das Investitionsvolumen für das gesamte Bauprojekt beträgt zwischen 6,5 und sieben Millionen Franken.

Mitwirkungsverfahren läuft bis zum 11. Oktober

Dem Projekt liegt ein Sondernutzungsplan zu Grunde, für welchen nun das Mitwirkungsverfahren läuft. Noch bis zum 11. Oktober können die Unterlagen im zweiten Stock des Gemeindehauses oder über die Website eingesehen werden. Anschliessend folgt die öffentliche Planauflage. Wie Raumplaner Christoph Lang anlässlich des Forums ausführte, lag der Plan dem Kanton zur Vorprüfung bereits vor. «Die Planungssicherheit ist somit breit abgestützt.»

Verlaufen alle Verfahren reibungslos, könnte bereits anfangs 2023 der Baubeginn erfolgen. Walser rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren, sodass die neuen Alterswohnungen 2025 bezugsbereit wären.

Kaum für Gesprächsstoff gesorgt

Rückmeldungen der anwesenden Bürgerinnen und Bürger am Forum gab es zum vorgestellten Bauprojekt kaum. Ein Votant wollte wissen, ob Fotovoltaikanlagen auf dem Flachdach geplant seien, was Gemeindepräsident Paul König bejahte. Weiter wurde eine fehlende Visualisierung bemängelt. Architekt Thomas Walser gab jedoch an, dass es für das jetzige Stadium der Planung zu früh sei, um eine solche vorlegen zu können.

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