Neubau Felsengrund eingeweiht

STEIN. Viele Besucherinnen und Besucher kamen am vergangenen Wochenende ans Fest zur Einweihung des Neubaus des Wohnheims Felsengrund in Stein. Der Anlass bot auch die Möglichkeit, die modern gestaltete Einrichtung zu besichtigen.

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Das Wohnheim Felsengrund in Stein bietet eine Heimat für 25 Menschen, die wegen übermässigen Alkoholkonsums nicht selbständig wohnen können. (Bilder: pd)

Das Wohnheim Felsengrund in Stein bietet eine Heimat für 25 Menschen, die wegen übermässigen Alkoholkonsums nicht selbständig wohnen können. (Bilder: pd)

Das Wohnheim Felsengrund in Stein bietet Heimat für 25 Männer und Frauen, die wegen ihres übermässigen Alkoholkonsums nicht mehr alleine wohnen können.

Der Neubau wurde nötig, weil die alten Bauten den heutigen Anforderungen nicht mehr genügten, die Arbeitsabläufe kompliziert waren, Platzmangel herrschte und grössere Sanierungen anstanden. Aus sechs Studienprojekten wählten die Verantwortlichen den Vorschlag des Architekturbüros Cavegn aus Schaan aus. Nach gut anderthalbjähriger Bauzeit konnten Bewohner und Team Mitte August von der Pension Heimetli in Nesslau wieder in den Felsengrund zurückkehren.

Auf Fels gebaut

Das Einweihungsfest in der Turnhalle Stein begann am vergangenen Wochenende mit einem ökumenischen Gottesdienst, gestaltet von Pfarrer Christian Münch und Kaplan Peter Maier, und wurde musikalisch begleitet von der Blaukreuzmusik Herisau. Thema der Predigt war das Gleichnis vom Mann, der sein Haus auf Fels baute, und als es stürmte, hielt das Fundament. Auf Felsen steht auch der neue Bau, und auch für das persönliche Leben kann der christliche Glaube ein Fundament sein, das auch in schwierigen Zeiten Halt und Sicherheit gibt.

Gute Arbeit geleistet

Zum Festakt und zum Mittagessen begrüsste Max Bänziger, Präsident des Blauen Kreuzes St. Gallen-Appenzell, die rund 150 Gäste. Als Dank für die grosse Arbeit überreichte er der Baukommission einen Gutschein für einen Chäserrugg-Zmorge.

Bau- und Heimkommissionspräsident Hansueli Scherrer schaute auf die Bauvorbereitung und die Bauzeit zurück. Er verdankte die gute Zusammenarbeit mit den ausführenden und beratenden Architekten. Positiv erwähnte er auch die Arbeit der Firmen und dass rund 75 Prozent der Aufträge im Toggenburg vergeben werden konnten. Einen Dank erhielten auch die Nachbarn. Sie mussten einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Hilfreich war die Betriebsverlegung in die Pension Heimetli in Nesslau während der Bauzeit. Nicht zuletzt erwähnte er das Felsengrund-Team, das durch den Bau und den Umzug einiges an Mehrarbeit zu leisten hatte, und er dankte auch für die Spenden.

Gemeinderat Christian Rutz überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde Nesslau. Architekt Ivan Cavegn lobte die gute Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft, das gemeinsame Suchen nach optimalen Lösungen und übergab den Präsidenten vom Blauen Kreuz und vom Felsengrund einen symbolischen Schlüssel aus Holz, das auch für die Hausfassade verwendet wurde. Das Echo vom Risibach verlieh dem Festakt eine volkstümliche Note.

Der Neubau gefällt

Am Samstag- und Sonntagnachmittag war viel Betrieb im Felsengrund. Interessierte aus nah und fern besichtigten den Neubau mit den Werkräumen, den Bewohnerzimmern und den neuen Büros für die Verwaltung. Im Speisesaal fanden Getränke und Kuchen regen Zuspruch.

Der Bau erhielt viel Lob für die äussere Gestaltung und für den gelungenen Innenausbau. Die veranschlagten Kosten von insgesamt 4,356 Millionen Franken können recht genau eingehalten werden. (pd)

Weitere Informationen zum Wohnheim Felsengrund in Stein und zum Bauprojekt sind auf der neuen Homepage zu finden. www.wohnheim-felsengrund.ch; E-Mail an info@wohnheim-felsengrund.ch

Schlüsselübergabe der Architekten an die beiden Präsidenten (von links): Hansueli Scherrer, Präsident Bau- und Heimkommission; Max Bänziger, Präsident Blaues Kreuz St. Gallen-Appenzell; Christa Mosimann, Architektin, und Ivan Cavegn, Architekt.

Schlüsselübergabe der Architekten an die beiden Präsidenten (von links): Hansueli Scherrer, Präsident Bau- und Heimkommission; Max Bänziger, Präsident Blaues Kreuz St. Gallen-Appenzell; Christa Mosimann, Architektin, und Ivan Cavegn, Architekt.