Neuausrichtung am Rosenberg

Die Generalversammlung der Hirslanden Klinik am Rosenberg ist Formsache, denn 2015 schliesst im Rahmen der Vorjahre ab. Sorgen bereiten Gegenwart und Zukunft. Ein Strategiewechsel ist im Gange.

Monika Egli
Drucken
Teilen
Nach 33 Jahren geht Küchenchef André Bruderer in Pension. Klinikleiter Alexander Rohner würdigte seine tolle Leistung. (Bild: eg)

Nach 33 Jahren geht Küchenchef André Bruderer in Pension. Klinikleiter Alexander Rohner würdigte seine tolle Leistung. (Bild: eg)

HEIDEN. «Negative Folgen», «freie Operations- und Bettenkapazitäten», «Mitarbeiter helfen bei geringer Auslastung in anderen Hirslanden-Kliniken aus»: In seiner Begrüssung der rund 70 Anwesenden, darunter Nationalrat David Zuberbühler und Landammann Matthias Weishaupt, legte Präsident Markus Edelmann, St. Gallen, die veränderte Situation nach Eröffnung der Berit-Klinik im März in Speicher dar. Nach Jahren der exklusiven Zusammenarbeit habe die Gemeinschaftspraxis Orthopädie Rosenberg letztes Jahr entschieden, künftig auch an der Berit-Klinik tätig zu sein, was die erwähnten freien Kapazitäten zur Folge hat: «Das haben wir seit ewig nicht mehr erlebt.»

Rosenberg und Stephanshorn

Die «Neuorientierung der Ärzteschaft» habe Hirslanden zum Anlass genommen, die Strategie anzupassen. So will man die starke Position in der Ostschweiz ausbauen, die beiden Kliniken Am Rosenberg in Heiden und Stephanshorn in St. Gallen sollen verstärkt zusammenarbeiten. Während die Klinik am Rosenberg den Schwerpunkt auf der orthopädischen Chirurgie und Wirbelsäulenmedizin belässt, soll sich die Klinik Stephanshorn zum Zentrumsversorger wandeln. Angeboten werden dort nebst einem breiten Spektrum an Behandlungen eine Radiologie, eine Intensiv- und eine Notfallstation. Das biete den Ärzten an der Klinik am Rosenberg die Möglichkeit, Patienten mit komplexen Gesundheitsproblemen in der Klinik Stephanshorn behandeln zu lassen. Selbstredend erhalten diese Ärzte auch eine Zulassung für St. Gallen. Mit der Realisierung des Projekts «Rosenberg Plus» (Erweiterung Operationstrakt und Bau einer Tiefgarage) wird wegen der neuen Situation noch zugewartet. «Ich versichere Ihnen», sagte Markus Edelmann, «wir tun alles, damit die Klinik am Rosenberg in der Ostschweiz die Nummer eins für die Behandlung des Bewegungsapparates bleibt.»

Dividende von acht Franken

2015 hat sich die Anzahl Patienten etwas erhöht. Bereits sind knapp 60 Prozent von ihnen allgemein versichert. Der Jahresgewinn fiel im Vergleich mit 2014 wegen zusätzlicher Abschreibungen mit knapp 334 000 Franken etwas tiefer aus. Zusammen mit dem Gewinnvortrag standen gut 400 000 Franken zur freien Verfügung. Die Versammlung beschloss, pro Aktie eine Dividende von acht Franken auszuschütten, 7500 Franken den gesetzlichen und 125 000 Franken den freien Reserven zuzuführen. 71 000 Franken werden auf neue Rechnung vorgetragen.