NESSLAU/LICHTENSTEIG: In der Welt des Tangos

Die «Misa a Buenos Aires», die Tangomesse von Martín Palmeri, begeistert seit der Uraufführung 1996 weltweit. Nun ist sie erstmals im Toggenburg zu hören.

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Der über 60-köpfige Chor, welcher am Projekt Tangomesse mitwirkt, besteht aus Sängerinnen und Sängern von Mogelsberg bis Nesslau. (Bild: PD)

Der über 60-köpfige Chor, welcher am Projekt Tangomesse mitwirkt, besteht aus Sängerinnen und Sängern von Mogelsberg bis Nesslau. (Bild: PD)

Die katholische Chorgemeinschaft Lichtensteig-Oberhelfenschwil unter der Leitung von Max Heinz und der evangelische Kirchenchor Nesslau unter der Leitung von Margret Herzog singen regelmässig in den Gottesdiensten ihrer Kirchgemeinden.

Nun haben sich die Sängerinnen und Sänger über längere Zeit gemeinsam und unter Mitwirkung von einigen Gastsängern auf diese kommenden Konzerte vorbereitet. Sie haben sich in Zusatzproben mit der herausfordernden Aufgabe auseinandergesetzt, sind in die Welt des Tangos eingetaucht und haben sich von der Musik Palmeris begeistern lassen. Eine beeindruckende Stil-Synthese gelingt dem Argentinier Martín Palmeri in seiner Tangomesse, der «Misa a Buenos Aires». Er hat die lateinischen Messtexte in einer zeitgemässen und packenden Weise vertont, sich hierfür musikalischer Elemente und stilistischer Merkmale des Tangos bedient. Er verbindet sehr gelungen den Messetext mit der grossen Bandbreite der intensiven Ausdrucksmöglichkeiten und der Spontanität des Tangos. Mit der Besetzung bleibt Palmeri nah an den authentischen Besetzungen der Tangoorchester seiner Heimat, er setzt überaus gekonnt dessen einzigartige Klangfarbe ein. Das Programm wird durch Werke zweier weiterer Komponisten ergänzt: einerseits durch das innige «Ave Maria» für Sopran, Akkordeon und Kontrabass von Astor Piazzolla, dessen «Nuevo Tango» Martín Palmeri stark geprägt hat. Andererseits durch «Cantilena» für Chor und «Palladio» für Streicher von Karl Jenkins, der wohl einer der populärsten und meistgesungenen Chorkomponisten heutiger Zeit ist.

Der 60-köpfige Chor, der von Streicherinnen und Streichern des Jugendorchesters «Il mosacio» begleitet wird, steht unter der Leitung von Margret Herzog. Max Heinz übernimmt den Klavierpart. Daneben wirken noch vier weitere Solistinnen und Solisten mit: die junge Sopranistin Sela Bieri, der Akkordeonist Thomas Weber, Sarah Oechslin-Heinz, Violine und Jojo Kunz, Kontrabass. Alle Freunde toller Chormusik und feuriger Tangorhythmen sind zu den beiden Konzerten eingeladen. Der Eintritt ist frei, es wird um einen angemessenen Beitrag zur Deckung der hohen Konzertkosten gebeten. (pd)

Die Tangomesse wird aufgeführt am Samstag, 18. November, um 20 Uhr in der evangelischen Kirche in Nesslau und am Sonntag, 19. November, um 17 Uhr in der katholischen Kirche in Lichtensteig.