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NESSLAU/BUCHS: Bald kommen die neuen «Gelben»

Postauto Schweiz wird ab Ende 2018 ihre 19 Doppelstock-Busse in der Ostschweiz durch neue ersetzen - auch die fünf im oberen Toggenburg. Wegen eines Lieferproblems fahren sie 14 statt zehn bis zwölf Jahre.
Thomas Schwizer
Gegen die Postauto AG wurde Strafanzeige eingereicht. (Bild: PD)

Gegen die Postauto AG wurde Strafanzeige eingereicht. (Bild: PD)

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Im Normalfall beträgt die Einsatzzeit von Postautos in der Schweiz zehn bis zwölf Jahre. Dass die fünf Doppelstöcker, die auf der Strecke Wattwil–Buchs bis zur Ausmusterung der bestehenden Doppelstöcker 14 Jahre fahren werden, begründet Postauto Schweiz auf Anfrage des W&O mit Lieferproblemen.

Man habe keinen Lieferanten gefunden, der die gewünschten Doppelstöcker der dritten Generation baut, schreibt die Medienstelle. Vor rund zwei Jahren habe man einen Lieferanten in Grossbritannien gefunden, der das neue Fahrzeug nach den Bedürfnissen von Postauto und gemäss den Schweizer Vorschriften herstelle.

19 alte Doppelstöcker in der Ostschweiz werden ersetzt

Seit Mai 2017 verkehren zwei der neuen Doppelstöcker als Pilotbetrieb im Raum St. Gallen–Heiden. «Bis Ende 2018/Anfang 2019 werden die 19 bisherigen Ostschweizer Doppelstock-Postautos schrittweise durch neue ersetzt – dann auch im Obertoggenburg und in den Regionen Rorschach und Goldach», heisst es weiter.

Ein Passagier aus Grabs bezeichnet die alten Modelle, die sicher noch bis Ende dieses Jahres im Obertoggenburg verkehren, als «Klapperkisten». Das lässt Postauto nicht auf sich sitzen. Die vier «normalen», einstöckigen Maxi-Fahrzeuge auf dieser Strecke seien im Oktober neu angeschafft worden. Die fünf eingesetzten Doppelstöcker würden jährlich durch das Strassenverkehrsamt auf die Verkehrssicherheit überprüft.

Postauto bestätigt, dass es vereinzelte kritische Reaktionen von Fahrgästen an den zwischen Wattwil und Buchs noch im Einsatz stehenden alten Doppelstockbusse’ gab. Zur Kritik am Komfort der bestehenden Doppeldecker-Flotte schreibt Postauto Schweiz, dass sich die alten und neuen Fahrzeuge diesbezüglich nicht allzu stark unterscheiden würden. Unterschiede gebe es allenfalls bei den Sitzen, zudem seien die neuen Fahrzeuge etwas leiser.

Die Heizung funktioniere nicht immer, lautet ein weiterer Kritikpunkt an der alten Fahrzeugflotte. Dazu heisst es: «Die Heizung funktioniert in der Regel in jedem eingesetzten Fahrzeug, ansonsten reparieren wir sie.» Es könne aber sein, dass ein Fahrzeug aus einer Pause komme, dann sei es «im Innern sicher etwas kühler». Denn während der Pause laufe der Motor nicht, welcher die Heizung versorgt.

«Doppelstockbusse bieten mehr Komfort»

Dass auf der Route durch das Obertoggenburg überhaupt Doppelstock-Postautos eingesetzt werden, begründet Postauto Schweiz mit dem «Bekenntnis zum Komfort für den Fahrgast», Doppelstockbusse würden sich für kurvige, gut frequentierte Strecken eignen. Sie seien hier bequemer als Gelenkpostautos, da sie mehr Sitzplätze als diese aufweisen. Gerade im Winter seien die Doppelstöcker auf solchen Strecken zudem viel problemloser einsetzbar. Zudem würden sie eine kleinere Abstellfläche beanspruchen, heisst es in der Antwort.

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