NESSLAU: Überdruck beschädigt Faulturm

Ein Überdruck in der ARA Rechenweid hat zu einem Schaden von rund 450'000 Franken geführt. Die Ursache ist unklar.

Sabine Schmid
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Durch den Überdruck wurden der oberste Kranz des Faulturms und das Flachdach des Betriebsgebäudes beschädigt. (Bild: PD)

Durch den Überdruck wurden der oberste Kranz des Faulturms und das Flachdach des Betriebsgebäudes beschädigt. (Bild: PD)

Im Juli hat sich im Klärschlamm, der im Faulturm der ARA Rechenweid gelagert ist, eine Gasansammlung gebildet. Dadurch ist ein Überdruck entstanden. Durch dessen wurden ein Teil der Anlage sowie der Faulturm und das Flachdach des Betriebsgebäudes beschädigt. Die Gemeinde beziffert den Schaden auf rund 450'000 Franken. Warum es zu der Aufstauung von Gasen im Klärschlamm gekommen ist, konnte noch nicht geklärt werden. «Die Überdruckventile haben in diesem Fall nicht funktioniert», erklärt Gemeindepräsident Kilian Looser. Daher sei der entstandene Schaden recht gross.

Arbeiten sind Mitte Monat abgeschlossen

Entsprechend aufwendig ist die Sanierung der Anlage. Der oberste Kranz des Faulturms wurde bereits wieder hergestellt, ebenso wurde das Flachdach saniert. Derzeit wird mit einem Jetverfahren der Innenraum des Faulturms abgefräst und danach wieder aufgebaut. Schliesslich muss mit Wasser überprüft werden, ob der Faulturm wieder dicht ist. Kilian Looser rechnet damit, dass die Instandstellungsarbeiten ab Mitte Monat abgeschlossen sind und danach wieder Frischschlamm zugeführt werden kann. Während der gesamten Bauzeit war die ARA Rechenweid in Betrieb. Der Klärschlamm wurde in dieser Zeit in die ARA in Stein geführt.