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NESSLAU: Trockene Schuhe für Wanderer

Der Wanderweg vom Rietbach ins Ijental ist saniert und teilweise umverlegt worden. Neues Herzstück ist eine Brücke.
Sabine Schmid
Anstatt quer durch das Moor führt der Weg nun an dessen Rand entlang. Zudem wurde der Weg mit Holz und Kies befestigt. (Bild: Sabine Schmid)

Anstatt quer durch das Moor führt der Weg nun an dessen Rand entlang. Zudem wurde der Weg mit Holz und Kies befestigt. (Bild: Sabine Schmid)

Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust, sondern ein beliebtes Hobby in der Schweiz. Diesem Umstand trägt die Gemeinde Nesslau Rechnung, und sie hat den Wanderweg vom Rietbach über die Laui bis ins Ijental saniert. Dabei wurde der Weg an einigen Stellen umverlegt. «Früher führte der Weg quer durch mehrere Moore. Auch wenn das Wetter trocken war, bekamen die Wanderer nasse und dreckige Schuhe», sagt der Nesslauer Gemeindepräsident Kilian Looser. Aus diesem Grund evaluierte die Gemeinde zusammen mit verschiedenen Interessenvertretern deren Bedürfnisse. Zuletzt wurde der Moorschutz so hoch gewertet, dass der Wanderweg an mehreren Stellen ums Moor herumführt. «An Attraktivität verliert der Weg dadurch keinesfalls. Im Gegenteil, die Wanderer werden wohl schätzen, dass ihre Schuhe nun trocken bleiben», glaubt Kilian Looser.

Sicherheit wird gross geschrieben

Der Helikopter transportiert die Brücke über ein Bächli. Danach ist der Wanderweg durchgängig begehbar. (Bild: Sabine Schmid)

Der Helikopter transportiert die Brücke über ein Bächli. Danach ist der Wanderweg durchgängig begehbar. (Bild: Sabine Schmid)

Die Sanierungsarbeiten führte Heiri Roth durch. Zusammen mit seinen Mitarbeitern und freiwilligen Helfern – darunter Angestellte von zwei Firmen und eine Schulklasse aus Uznach – wurden Hölzer verlegt, um den Weg zu ebnen, und bei Steigungen wurden Tritte eingebaut. Mehrere Stellen des Weges erhielten einen Kiesbelag. «Da dieser Weg als Wanderweg klassiert ist, darf es keine gefährlichen Absturzstellen geben», sagt Heiri Roth. Die neue Wegführung brachte mit sich, dass eine neue Brücke über ein Bächli, das ein Zufluss des Risibachs ist, gebaut werden musste. Hierfür konnten die Arbeiter auf Hilfe aus der Luft zählen. Zum einen brachte der Helikopter den für die Brückenköpfe benötigten Beton. Zum anderen transportierte er wenige Tage später das Metallgerüst der Brücke und die Holzbohlen, die darauf gelegt werden. «Es hat alles millimetergenau gepasst», freute sich Heiri Roth nach dem Helikoptereinsatz.

Nun werden die Wegweiser und einige Bänkli entlang des Weges aufgestellt. Zudem soll es eine Feuerstelle geben, wo die Wanderer eine Rast machen können. Bereits hat Heiri Roth einige Skulpturen aus Holz gefertigt, die am Wegrand zu bestaunen sind.

Aufwertung für den Tourismus im Sommer

Im Zuge dieser Arbeiten wird der Wegabschnitt vom Rietbach bis in die Laui saniert. Von dort können die Wanderer entweder über die Schneit oder übers Ijental nach Nesslau wandern. Kilian Looser und Heiri Roth sind überzeugt, dass der neu sanierte Wanderweg eine attraktive Strecke für Familien und Schulklassen, aber auch für Individualwanderer ist. Nicht zuletzt sei er eine Aufwertung für die Bergbahnen auf die Wolzenalp, die den Tourismus im Sommer mit Angeboten wie diesem Wanderweg verstärken und aufwerten wollen.

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