NESSLAU: "Nesslau ist eine vielseitige Gemeinde"

Seit einem Jahr finden unter dem Titel Treff 12 in den Nesslauer Dorfteilen verschiedene Anlässe statt, bei denen jeweils Einheimische im Mittelpunkt stehen. Eine erste Bilanz fällt positiv aus, das Interesse der Bevölkerung ist gross.

Sabine Schmid
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Schülerinnen und Schüler erzählten aus ihrem jungen Leben. (Bilder: pd)

Schülerinnen und Schüler erzählten aus ihrem jungen Leben. (Bilder: pd)

NESSLAU. «Rückblick und Ausblick»: Unter diesem Motto stand der zwölfte Abend des Treffs 12 in Nesslau im Burebeizli Dergeten in der Nesslauer Laad. Während einem Jahr hatte eine Gruppe, bestehend aus Godi Bösch, Erika Wittenwiler, Marie-Therese Kuratli, Sabine Haese, Karl Forrer und Peter Schläppi, jeweils am 12. des Monats in einem anderen Dorf zu einem Anlass geladen. Die Palette an Themen war breit, das Interesse der Bevölkerung gross. Durchschnittlich nahmen 43 Personen an den Anlässen teil und zeigten grosses Interesse.

Von Wanderung bis Talentshow

Die Projektgruppe liess mit einer Diashow die vergangenen Anlässe Revue passieren und weckte dabei einige Erinnerungen bei den Anwesenden. Das Thema Handwerk stand zweimal auf dem Programm: einmal wurde der Blockbau gezeigt, einmal stellten Nesslauer älteres Handwerk vor. Bei der geführten Wanderung zu den Ahornbäumen auf der Gössigenhöhe erfuhren die Teilnehmer viel Neues, auch wenn sie schon lange in der Gemeinde Nesslau wohnten. Politisches kam bei einem Gespräch mit den Gemeindebehörden auf den Tisch. Musikalisch bereichert wurde das Programm zum einen durch ein Blueskonzert, zum anderen wurden Talente aus der Gemeinde Nesslau eingeladen, auf der Bühne aufzutreten. «Es war ein toller Abend und schreit nach einer Wiederholung», sagte Erika Wittenwiler. Sie sei sehr erstaunt gewesen, was für Talente in den Nesslauern steckten. Um alle Generationen anzusprechen, fand ein Anlass im Alterszentrum Churfirsten statt, an einem anderen kamen Schülerinnen und Schüler zu Wort. «Leider waren im Publikum nicht wie erwartet die Jugendlichen zu finden, sondern eher die ältere Generation», meinte Godi Bösch. Dennoch wertete er den Abend als Erfolg. Auf grosses Interesse stiess der Vortrag von Sportregisseur Beni Giger, einem «Prominenten» aus der Gemeinde. «Wir haben gezeigt, wie vielseitig unsere Gemeinde ist», resümierte die Projektgruppe. Doch mit den Ideen ist sie noch nicht am Ende: Bereits wurde das Programm für die nächsten zwölf Monate vorgestellt (siehe Zweittext). Dabei wird es als positiv gewertet, dass die Organisatoren vom Treff 12 mit Dorfvereinen zusammenspannen und Anlässe gemeinsam durchführen.

Die Interessierten ansprechen

«Wir möchten mit dem Treff 12 erreichen, dass über die Grenzen der einzelnen Dörfer Nesslaus hinweg neue Bande, neue Freundschaften und Bekanntschaften geknüpft werden», erklärte Godi Bösch. Hier sei man auf einem guten Wege. «Unser Ziel ist es aber nicht, immer möglichst viele Leute an unseren Anlässen dabei zu haben. Vielmehr möchten wir die jeweils Interessierten ansprechen und für diejenigen soll es auch passen», ergänzte Sabina Haese. Motivierend seien für die Projektgruppe auch die positiven und ermunternden Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Dass Nesslau Tourismus und die politische Gemeinde den Treff 12 unterstützen, freut die Projektgruppe ebenfalls sehr. Sie haben mit einer gewissen Anlaufzeit gerechnet und seien laufend dran, den Bekanntheitsgrad zu fördern. Dennoch, betonte Godi Bösch freudig, habe die Idee des Treffs 12 schon in anderen Toggenburger Gemeinden ähnliche Initiativen geweckt.

Der Sportregisseur Beni Giger erzählte aus seinem Arbeitsalltag.

Der Sportregisseur Beni Giger erzählte aus seinem Arbeitsalltag.

Auf der Exkursion zu den Ahornbäumen erfuhren die Wanderer Neues.

Auf der Exkursion zu den Ahornbäumen erfuhren die Wanderer Neues.

Der Treff 12 besucht auch die Bewohner des Alterszentrums.

Der Treff 12 besucht auch die Bewohner des Alterszentrums.