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NESSLAU: Mut hat sich ausgezahlt

Das Ehepaar Schmidhauser führt seinen Coiffeursalon bereits seit 50 Jahren mit Erfolg. Sie blicken zurück auf ein halbes Jahrhundert und sinnieren über die Zukunft.
Angela Hess
Seit über 34 Jahren kümmern sich Kurt und Vreni Schmidhauser im gleichen Salon um die Frisuren ihrer Kundschaft. Vieles im Salon ist noch so, wie es beim Einzug war. (Bild: Angela Hess)

Seit über 34 Jahren kümmern sich Kurt und Vreni Schmidhauser im gleichen Salon um die Frisuren ihrer Kundschaft. Vieles im Salon ist noch so, wie es beim Einzug war. (Bild: Angela Hess)

Kurt und Vreni Schmidhauser erfüllten sich in den späten 60er-Jahren mit dem gemeinsamen Salon in Nesslau einen Traum. «Wir haben ein Inserat geschaltet, dass wir gerne zusammen in einem Salon arbeiten möchten. Er als Herrencoiffeur, und ich als Damencoiffeuse», beginnt Vreni Schmidhauser ihre Geschichte zu erzählen. Die Wahl, in Nesslau sesshaft zu werden, wurde damals aus Herzensgründen getroffen: «Wir fuhren nach Nesslau, und der Himmel war stahlblau. Es war so schön. Da wusste ich – hier möchte ich leben und arbeiten», sagt die Friseurmeisterin.

Das Ehepaar kann sich noch gut an die Anfänge im Salon er­innern. «Wir haben damals gar keine Werbung gemacht. Wir haben einfach geöffnet und geschaut, wie es läuft», meint Vreni Schmidhauser. Dieser Mut hat sich bereits am ersten Tag ausbezahlt: «Um acht Uhr haben wir geöffnet. Um zehn vor acht stand schon die erste Kundin vor dem Laden. Sie hat dann ihren Bekannten von uns berichtet, und so ging es immer weiter. Wir hatten viel Glück.» Die ersten 16 Jahre haben die Schmidhausers ihre Kunden in einem anderen Salon bedient als heute: «Wir waren schon immer an der Hauptstrasse. Aber zu Beginn noch auf der anderen Strassenseite», erläutert Kurt Schmidhauser. Am jetzigen Standort schneidet, färbt und föhnt das Ehepaar seit 34 Jahren. Auch ein Solarium unterhielten sie in ihrem Salon bis vor kurzem.

Eine Branche, die sich stets wandelt

In 50 Jahren hat sich in der Coiffeurbranche einiges verändert. Während Herrencoiffeure beispielsweise zu Beginn noch sehr nachgefragt waren, gab es spä­ter schwere Zeiten im Berufs­feld. «Es gab einmal eine Zeit, da mussten alleine in der Stadt St. Gallen 50 Herrensalons schliessen. Wir hatten damals das Glück, dass wir nicht nur männliche Kunden in unserem Salon empfangen können, sondern auch Frauen», sagt Kurt Schmidhauser. Allgemein war der Service im Damenbereich jedoch immer gefragter: Das Ehepaar verfügt in seinem Salon deshalb über zehn Damenplätze und zwei Herrenplätze.

Sowohl Damen als auch Herren zeigen seit ein paar Jahren ein verändertes Bewusstsein gegenüber den Inhaltsstoffen, die in den Haarprodukten verwendet werden. «Uns war es schon immer wichtig, dass so gut wie möglich auf chemische Inhaltsstoffe verzichtet wird. Immer mehr ist es aber auch ein Bedürfnis der Kunden geworden», führt Vreni Schmidhauser aus. In ihrem Salon arbeiten die leidenschaftlichen Coiffeure deshalb mit Biosthétique-Produkten. «Nicht nur die Kunden profitieren von dieser Entscheidung, sondern auch wir. Seit wir vor Jahren auf natürliche Produkte umgestiegen sind, hat keiner, der bei uns arbeitet, mehr Hautprobleme gehabt», ergänzt die Friseurmeisterin.

Der Sohn übernimmt vorzu

Der Sohn von Vreni und Kurt Schmidhauser führt in Wildhaus seinen eigenen Coiffeursalon. Die Lehre hat Adrian Schmidhauser im elterlichen Betrieb gemacht – er war einer von insgesamt 38 Lehrlingen, die das Ehepaar in den letzten 50 Jahren ausgebildet hat. Seit diesem Sommer übernimmt Adrian Schmidhauser zusammen mit seiner Frau, die ihre Ausbildung ebenfalls bei Schmidhausers absolviert hat, auch einen Tag in der Woche den elterlichen Salon: «Am Dienstag sind sie hier in Nesslau. Von Mittwoch bis Samstag sind aber nach wie vor wir da», erklärt Kurt Schmidhauser.

In der Zukunft möchten sich die Geschäftsführer jedoch vorzu ein Stück mehr zurückziehen. Einen Plan für die definitive Abgabe gibt es aber nicht, erklärt Vreni Schmidhauser. «Wann er übernehmen möchte, entscheidet einerseits der Junior. Andererseits spielt auch unsere Gesundheit eine Rolle. Der Tag wird kommen, aber momentan geht es uns noch sehr gut.»

1983 zog das Ehepaar Schmidhauser in seinen neuen Salon. (Bild: PD)

1983 zog das Ehepaar Schmidhauser in seinen neuen Salon. (Bild: PD)

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