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NESSLAU: Mit Lebensfreude und Leichtigkeit

In einem Bistum, so gross wie die Schweiz, hat Thomas Thalmann seine Zeit in Aliwal North in Südafrika verbracht. Sein Vortrag gab Einblick in das Leben der dortigen Bevölkerung.
Adi Lippuner
Pfarrer Thomas Thalmann erlebte seine Reise nach Südafrika als wertvolle Erfahrung. (Bild: Adi Lippuner)

Pfarrer Thomas Thalmann erlebte seine Reise nach Südafrika als wertvolle Erfahrung. (Bild: Adi Lippuner)

Thomas Thalmann, bis vor einem Jahr Pfarrer in der katholischen Seelsorgeeinheit Obertoggenburg, referierte am Mittwoch beim Seniorennachmittag im Nesslauer Büelensaal über seine Zeit in Südafrika. Rasch wurde deutlich, dass die Afrikaner ihre Lebensfreude und Leichtigkeit auch in einem schwierigen Umfeld bewahren. «Wer aus der Schweiz oder Europa nach Afrika reist, meint, den Menschen dort unsere Vorstellungen überstülpen zu müssen. Das ist falsch, eine Reise nach Afrika bedeutet auch immer ein Perspektivenwechsel», lautet Thomas Thalmanns Botschaft.

Afrikanerinnen und Afrikaner bewahren ihre Lebensfreude auch in schwierigem Umfeld. (Bild: PD)

Afrikanerinnen und Afrikaner bewahren ihre Lebensfreude auch in schwierigem Umfeld. (Bild: PD)

Dass Thalmann im oberen Toggenburg ein geschätzter Seelsorger war, zeigte der Grossaufmarsch zum Seniorennachmittag. Klara Brunner und Hiltrud Schullerus vom ökumenischen Vorbereitungsteam liessen die Anwesenden wissen, dass der Raum in der Regel nicht bis auf den letzten Platz gefüllt ist. «Umso mehr freut uns die Wertschätzung, welche heute unserem ehemaligen Pfarrer entgegengebracht wird und wir sind gespannt, was er uns über seine Zeit in Südafrika erzählen wird», sagte Klara Brunner.


Veränderungen als Chance sehen

Thomas Thalmann ermunterte alle Anwesenden, Veränderungen im Leben als Chance zu sehen. «Da können wir uns an den Afrikanern ein Beispiel nehmen, die bewahren auch bei Schwierigkeiten ihre gute Laune und sehen nicht die Gefahren, sondern die Chancen», betonte er. Zur Kirche in Südafrika erzählte Thalmann, dass dies eine Kirche der Nachbarschaft sei. «Ich bin am 4. Februar vor einem Jahr abgereist und lebte bis Ende Mai 2017 in einem Bistum, welches flächenmässig so gross ist wie die Schweiz, aber nur rund 300000 Einwohner hat. Davon gehören 16000 der katholischen Kirche an.»

Diese Situation bedinge, dass die zehn vollamtlich angestellten Pfarrer, welche zu dritt oder viert aufgeteilt in drei Regionen arbeiten, sich auf Laienhelfer verlassen müssen. Als weiteren Hinweis, wie weitläufig das Gebiet Aliwal North von Bischof Michael Wüstenberg ist: «Eine Region umfasst rund 40 Gottesdienstorte, zum Vergleich, bei der Seelsorgeeinheit Obertoggenburg sind es deren fünf, so Thomas Thalmann. Nach seinem Bildungsurlaub im Jahr 2015 wünschte sich Thomas Thalmann einen längeren Aufenthalt in Südafrika. «Es ging mir auch darum, abzuklären, ob ich mir einen mehrjährigen Einsatz vorstellen könnte.» Nach reiflicher Überlegung habe er sich jedoch dagegen entschieden. «Wer aus der Schweiz nach Afrika kommt, wird dort als Sponsor wahrgenommen, hat also einen besonderen Status. Und genau dies wollte ich nicht, das ist meines Erachtens nicht zeitgemäss», sagte Thomas Thalmann.


Genügend Zeit, seine Zukunft zu planen

Für ihn seien die Erfahrungen in Südafrika äusserst wertvoll, auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt seine berufliche Zukunft offen ist. «Nach meiner Rückkehr habe ich in Rüti im Kanton Zürich eine Aushilfsstelle als priesterlicher Mitarbeiter angenommen. Eigentlich war schon vor meiner Abreise ein kurzer Sommer-Einsatz geplant, daraus ist nun eine Verpflichtung für ein Jahr geworden», liess er die gespannt zuhörenden Seniorinnen und Senioren wissen. Er habe bis August dieses Jahres Zeit, um seine berufliche Zukunft zu planen. Entscheide seien noch keine gefallen und deshalb könne er auch nicht sagen, ob er eines Tages wieder im Bistum St. Gallen tätig sein werde.

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