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NESSLAU: Im Sterben kann auch Heilung stattfinden

Das Forum Palliative Care Toggenburg lud am Mittwoch zur Fortbildung ins Johanneum ein. Die Psychologin Gabriela Sigrist referierte zum Thema «Die Langsamkeit des Sterbens».
Gabriela Sigrist referierte auf Einladung des Forums Palliative Care Toggenburg. (Bild: Martina Signer)

Gabriela Sigrist referierte auf Einladung des Forums Palliative Care Toggenburg. (Bild: Martina Signer)

Es waren Frauen und Männer aus der Pflege, Mitglieder der Hospizgruppe Toggenburg und auch Geistliche anwesend, als Gabriela Sigrist ihr Referat im Johanneum hielt.

Gabriela Sigrist ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie arbeitet auf der Palliative-Abteilung am Spital Flawil und hat täglich mit sterbenden und todkranken Menschen zu tun. Meist ist es der Krebs, der dazu führt, dass die Patienten palliativ betreut werden müssen. So sehr Leid mit dem Tod auch verbunden sein mag, weiss Gabriela Sigrist aus Erfahrung, dass trotz Krankheit ein Heilprozess beginnen kann. «Auch wenn die Hülle krank ist und der Mensch bald stirbt, kann die Seele gesund werden.» Die Rede ist dabei nicht vom letztendlichen Todeszeitpunkt des Körpers. Gabriela Sigrist sprach vom inneren, seelischen Prozess des Abschieds und des Hinübergehens. Dieser Prozess vollziehe sich oft sehr langsam und schon einige Zeit vor dem physischen Tod. «Beobachtungen lassen die Vermutung zu, dass Menschen im Angesicht der Möglichkeit zu sterben einen grossen Prozess durchlaufen und in ihrer letzten Lebensphase oftmals Persönlichkeitsentwicklungen machen.»

Die Frage nach dem Sinn des Lebens

Im Plenum wurde im Anschluss die Frage nach dem Sinn des Lebens diskutiert. Denn: «Im Sterben blicken wir zurück und stellen uns Fragen nach einem guten und sinnerfüllten Leben.» Gabriela Sigrist zog am Ende des Referats ein Fazit: «Langandauernde und unheilbare Erkrankungen oder hohes Alter führen uns unsere Verletzlichkeit und die Begrenztheit des Lebens vor Augen. Diese oft sehr schmerzhafte Erkenntnis stösst eine neue Selbst- und Weltsicht an. Dies führt bei manchen Menschen zu einer Erfüllung des Lebens hin. Zur Vollendung.»

Martina Signer

redaktion@toggenburgmedien.ch

Mehr Informationen zum Forum Palliative Care Toggenburg unter www.palliative-ostschweiz.ch.

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