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NESSLAU: Hohes Niveau an der Braunviehschau

Braune Kühe, die das Herz jedes Züchters höher schlagen lassen, und der Grossaufmarsch des Publikums liessen die Jubiläumsviehschau in Nesslau zu einem unvergesslichen Anlass werden.
Adi Lippuner
Die Familie von Hansueli Huser führt das Vieh ganz traditionell, angeführt von Geissen, auf den Schauplatz. (Bilder: Adi Lippuner)

Die Familie von Hansueli Huser führt das Vieh ganz traditionell, angeführt von Geissen, auf den Schauplatz. (Bilder: Adi Lippuner)

Adi Lippuner

redaktion

@toggenburgmedien.ch

Schneegestöber am Freitag dann eine eisige Nacht und am Samstag strahlender Sonnenschein: Das OK mit Präsident Andreas Wittenwiler an der Spitze hatte bis zur Durchführung der Jubiläumsschau, 125 Jahre Viehzuchtverein Nesslau, einige Zusatzherausforderungen zu bewältigen. Doch der Einsatz hat sich, wie die strahlenden Gesichter und die Auffuhr der qualitativ hochstehenden Tiere zeigten, gelohnt.

Familie Huser stellt Miss Nesslau

Die morgendliche Auffuhr nach der eisigkalten Nacht gestaltete sich nicht ganz wie geplant. Statt ab acht Uhr von den Höfen wegzugehen und das wartende Publikum mit sennischem Aufmarsch zu begeistern, befanden sich zuerst eine grössere Zahl Viehtransporter auf dem Weg zum Schauplatz Berstel. Erst gegen neun Uhr, als die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen das Eis auf den Trottoirs schmelzen liess, konnten die Bauern, ihre Helfer und die aufmarschierenden Tiere bewundert werden. Dass diese Auffuhr vor weisser Kulisse stattfand, sorgte für eine spezielle Stimmung.

Villstar Roxana aus dem Stall von Hansueli Huser holte, nach einer spannenden Ausmarchung, den Titel Miss Nesslau. Vizemiss wurde Jolden Calanda von Besitzer Hansueli Tischhauser. Als Miss-Original Braune (OB) wurde Egon Erika aus dem Stall von Hansueli Bösch ausgezeichnet, Vizemiss OB ist Monti Zilana von Besitzer Walter Wittenwiler.

Beim Nachwuchs schwang als Jungkuh-Champion Snowdown Zolda von Besitzer Hansueli Huser oben aus. Beim Rinderchampion überzeugte Jan Jinx von Besitzer Andreas Wittenwiler die Experten am meisten. Beim Betriebscup – da hatte Experte Walter Rhyner die anspruchsvolle Aufgabe, in mehreren Durchgängen die drei besten Kühe eines Betriebs zu bestimmen – triumphierte Andreas Wittenwiler ebenfalls.

Als Schöneuter ältere wurde Noldi Nolda aus dem Stall von Andreas Wittenwiler ausgezeichnet und der gleiche Besitzer holte mit Willi Antja auch Platz eins bei den Schöneutern jüngere. Bei der Zweinutzungsrasse OB (Milch und Fleisch) ging der Titel Schöneuter an Monti Zilana von Besitzer Walter Wittenwiler.

Nuancen für Rangierung entscheidend

Die Braunviehexperten Walter Rhyner, Hoffeld, Heini Stricker, Mörschwil, und Matthias Süess, Andwil, hatten die anspruchsvolle Aufgabe, die gegen 350 Tiere, aufgeteilt in 27 Abteilungen, zu rangieren. «Die Kühe auf dem Platz Nesslau haben ein hohes Niveau und so werden Nuancen die Rangierung entscheiden», sagte Matthias Süess. Für Walter Rhyner waren es Kühe mit Ausstrahlung und einer Qualität, die ins Auge sticht, und Heini Stricker zeigte sich von den Jungtieren, welche grosse Nachwuchshoffnungen wecken, begeistert.

Viel Eiweiss und tiefe Zellzahlen

Als «enorme Leistung und dies im Berggebiet mit Alpung» bezeichnete Reto Grünenfelder den Betrieb von Hansueli Tischhauser. Über ein Drittel des Kuhbestands weist eine Lebensleistung von mehr als 60000 Kilo Milch aus. Reto Grünenfelder, Präsident von Braunvieh Schweiz und ein ausgewiesener Kenner der Szene, fand lobende Worte für die Arbeit der Braunviehzüchter. Er führte umsichtig durch die ganzen Präsentationen und Wettbewerbe im Ring. «Was hier zu sehen ist, gehört zum Besten der Braunviehzucht. Und wenn ich die Leistungen der Kühe, vor allem den hohen Eiweissgehalt der Milch und die tiefen Zellzahlen, sehe, wird klar, dass es in dieser Gemeinde viele Käsereien gibt», würdigte er die Ausstellung.

Der jubilierende Viehzuchtverein Nesslau mit rund 1100 Herdebuchtieren und 61 Zuchtbetrieben ist der zweitgrösste im Kanton St. Gallen. Noch mehr Tiere und Züchter gibt es nur in der Gemeinde Kirchberg.

Und nebst den Züchtern aus Kirchberg – sie waren in Nesslau gut vertreten – wurde die Jubiläumsschau auch zum Treffpunkt für Züchter und Freunde des Braunviehs aus dem ganzen Kanton St. Gallen und den angrenzenden Regionen. Oder um es mit den Worten eines Glarner Landwirts zu sagen: «Nach so nasskalten Tagen mit Schneefall und Kälte gibt es nichts Schöneres, als eine solche Viehschau zu besuchen.»

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