Orientierungslauf
Das Talent aus dem Appenzellerland: Nesa Schiller trumpft gross auf

Die Speicherin Nesa Schiller hat erst vor zwei Jahren mit dem OL-Sport begonnen, kann aber bereits diverse Erfolge vorzeigen. Kürzlich holte sie den Gesamtsieg an den internationalen Wettkämpfen in Arosa.

Erwin Wälter
Drucken
Teilen
Nesa Schiller während des Schlussaufstiegs der Schlussetappe.

Nesa Schiller während des Schlussaufstiegs der Schlussetappe.

Bild: PD

Nesa Schiller aus Speicher trumpft an der internationalen OL-Woche in Arosa gross auf. Ihr gelingen im Bündnerland vier Tagessiege und zwei zweite Plätze. Damit sichert sich das Mitglied der OL-Gruppe St.Gallen/Appenzell auch die Gesamtwertung in der Kategorie der bis 14-Jährigen.

In Arosa waren über 2000 OL-Läuferinnen und -Läufer aus 24 Nationen am Start. Die sechs Läufe fanden mehrheitlich auf anspruchsvollem Alpgelände bis auf 2400 Meter über Meer statt. Nesa Schiller lieferte sich mit einer Konkurrentin aus Chur spannende Kopf-an-Kopf-Rennen. Erst mit dem letzten Tagessieg stand fest, dass die angehende Kantischülerin mit rund einer Minute Vorsprung auch in der Gesamtwertung zuoberst auf dem Podest steht.

Jedes Jahr eine SM-Medaille

Die Speicherin begann erst vor zwei Jahren mit dem OL-Sport. Bereits im ersten Jahr holte sie zusammen mit den Sutter-Zwillingen aus Meistersrüte die Bronzemedaille an der Schweizermeisterschaft im Team-OL. Eine Saison später, im schwierigen Coronajahr, gewann sie die Silbermedaille im Mitteldistanz-OL und dieses Jahr die Bronzemedaille im Sprint-OL.

Das Mitglied des Nordostschweizer Nachwuchskaders nennt weitere SM-Podestplätze als Ziel: «Ich hoffe, an den noch folgenden Nationalen Läufen in diesem Jahr auf weitere Erfolge, zumal viele davon auf alpinem Gelände ausgetragen werden und ich dabei meine Erfahrungen aus Arosa nutzen kann.»

Die Schülerin der Sportlerschule Appenzellerland wird von Isabelle Hellmüller aus Speicher trainiert. Durch sie fand Nesa Schiller, die auch in der Leichtathletik und im Skirennsport starke Resultate zeigte, überhaupt zum OL-Sport: «Als ich in der zweiten Primarklasse war, hatte Isabelle Hellmüller mit ihren Sportschülern zum Teil in unserem Quartier trainiert. Dadurch bin ich auf den OL aufmerksam geworden.» Isabelle Hellmüller selber war in Arosa ebenfalls am Start. Der langjährigen OL-Läuferin gelang der zweite Gesamtrang bei den 55-Jährigen.

Die Teufnerin Nora Weber klassierte sich in der Kategorie Damen-B dank eines Sieges und einem weiteren Podestplatz in der Gesamtwertung auf dem vierten Rang. Die gute Appenzeller Bilanz rundeten die Geschwister Jana, Nina und Andrin Sutter aus Meistersrüte mit je einem Podestplatz ab. Total standen 16 Athletinnen und Athleten aus dem Appenzellerland in Arosa im Einsatz.

Aktuelle Nachrichten