Nein zum Richtplan 2015

SCHWELLBRUNN. Der Gemeinderat lehnt den Entwurf des Kantons zur Nachführung 2015 des Richtplans ab. Die Umsetzung der Teilrevision des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes sei zu restriktiv.

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SCHWELLBRUNN. Der Gemeinderat lehnt den Entwurf des Kantons zur Nachführung 2015 des Richtplans ab. Die Umsetzung der Teilrevision des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes sei zu restriktiv. Der Gemeinderat sei entschieden der Meinung, dass für das ländliche Ausserrhoden ein Raumplanungsgesetz möglich sein müsse, das sich an den örtlichen Verhältnissen orientiere. Verdichtetes Wohnen komme nur begrenzt in Frage. Wie Gemeindepräsident Hansueli Reutegger auf Nachfrage sagte, sei verdichtetes Wohnen in Schwellbrunn kaum möglich, da Schwellbrunn ein Ortsbild von nationaler Bedeutung habe. Und den Richtplan könne man nicht beurteilen, solange die Mehrwertabschöpfung nicht geregelt sei. Hier gehe es beispielsweise um die Entschädigungsfrage bei Auszonungen von Bauland. Auch die Berechnungen zum Bevölkerungswachstum sind laut gemeinderätlicher Mitteilung nicht transparent. Immerhin werde ein Plan erarbeitet, der 20 Jahre lang Bestand haben müsse. Schwellbrunn habe aber erheblichen Nachholbedarf; es sei deshalb ein höheres Wachstum als vorgeschlagen anzustreben. «Mit der vorliegenden Richtplanführung bleibt völlig offen, was passiert, wenn sich die getroffenen Annahmen zum Wachstum und den Bauzonenkapazitäten nicht bestätigen», heisst es in der Mitteilung.

Die Einführung von Windparks lehnt der Gemeinderat in seiner Vernehmlassungsantwort entschieden ab. Er priorisiere für den Kanton die Nutzung von Sonnenenergie mittels Photovoltaik. Damit könne dem Landschaftsbild und dem für den Kanton wichtigen Tourismus Sorge getragen werden. (gk)