Nef vertritt Ausserrhoden nach Meier

Die Mitgliederversammlung der BBV-Treuhand wurde von Appenzellern geprägt: Ausserrhoden stellt den neuen Vizepräsidenten, ein Innerrhoder konnte die erfolgreiche Zertifizierung verkünden.

Werner Kamber
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Alt Präsident Koni Meier (l.) und der neue Vizepräsident Walter Nef. (Bild: ka)

Alt Präsident Koni Meier (l.) und der neue Vizepräsident Walter Nef. (Bild: ka)

teufen. Dass Präsident Koni Meier, Herisau, an der Mitgliederversammlung der BBV-Treuhand in Teufen zurücktrat, hatte nichts mit Amtsmüdigkeit zu tun, sondern ist einfach auf die Amtszeitbeschränkung von zwölf Jahren zurückzuführen. Als neuer Ausserrhoder Vertreter fungiert Walter Nef, Teufen, als Vizepräsident. Nef, Jahrgang 1962, Meisterlandwirt, verheiratet, führt einen biologischen Familienbetrieb mit 25 ha und hat eine Tochter und drei Söhne im Alter von 14 bis 19 Jahren; als Zusatz-Standbein besorgt er im Winter Schneeräumung. Während zwölf Jahren war er im Gemeinderat, wo er das Ressort Umwelt betreute. Anschliessend verschrieb er sich selbst eine Auszeit von zwei Jahren für jedwelches Amt und ist nun, weil die Auszeit zu Ende ist, ehrenamtlich tätig.

Erfolgreiche Entwicklung

Der abtretende Präsident durfte eine erfolgreiche Zeit der BBV-Treuhand mitgestalten: 951 Buchhaltungen habe der BBV bei seiner Wahl jährlich betreut; letztes Jahr sei es die Hälfte mehr gewesen (knapp 1400) sowie neu auch 300 Revisionen – und das in einem schrumpfenden Markt. Dadurch sei auch die Zahl der Mitarbeitenden gestiegen, was ein breiteres Know-how ergebe. Auch sei das Dienstleistungsangebot ausgeweitet worden. Immer mehr würden zudem Betriebsanalysen, Betriebsübergaben und Liegenschaftenverwaltungen gemacht. Die BBV-Treuhand sei zu einem kompetenten Partner von Landwirten und Kleinunternehmern geworden – das «grösste Dienstleistungsunternehmen für diese Zielgruppen in der Region Ostschweiz», wie es Geschäftsführer Martin Büchler, Appenzell, formulierte.

Er war die eigentliche treibende Kraft bei der Zertifizierung: «Wir verfügen nun über standardisierte Arbeitsabläufe, was unsern Kunden zugutekommt, und dank des Handbuches über Transparenz.» Die Methode wurde speziell für kleine und mittlere Betriebe entwickelt.

In der Geschäftsstelle Appenzell wurde ein Dienstjubilar für zehn Jahre Tätigkeit bei der BBV-Treuhand geehrt: Markus Rusch, Steinegg. Bei ihm zeigt sich die Ausweitung des Angebotes anschaulich: Er betreut nämlich auch verschiedene Stockwerkeigentümerschaften.

Kuhsignale verstehen

Am Nachmittag referierte Christian Manser, Fachlehrer am Landwirtschaftlichen Zentrum Flawil, über das Verstehen von «Kuhsignalen». Manser ist vielen Olma-Besuchern bekannt als Kommentator des Säuli-Rennens. Er ist in Gossau aufgewachsen, hat aber Innerrhoder Wurzeln. Sein Vater, ein «Blatteli», verbrachte seine Jugend oberhalb der Rose Rinkenbach. Seit zwei Jahren befasst sich Manser mit Kuhsignalen. Kühe würden ständig Signale abgeben, aus denen sich zahlreiche Informationen über deren Gesundheit, Wohlbefinden, Ernährung und Leistungsfähigkeit ableiten liessen. Wenn der Tierhalter die Kuhsignale richtig zu deuten wisse, könne er viel Geld sparen, weil zum Beispiel Unpässlichkeiten sehr viel früher bemerkt würden.