Neckertaler Volleyballer lernen zu gewinnen

Die Herren des VBC Neckertal starten optimistisch in die neue Saison. Im letzten halben Jahr hat die 4.-Liga-Mannschaft aktiv an ihrer Technik und nicht zuletzt an der Stärkung ihres Selbstvertrauens gearbeitet. Diese Saison wollen sie im Mittelfeld weiter vorstossen.

Olivia Hug
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Volleyball. Mit dem Resultat der letzten Saison – einem Schlussrang im Mittelfeld der 4. Liga – sei man zufrieden, erklärt Trainer René Kuster-Städler. Doch für diese Saison setzen die Neckertaler Volleyballer ihre Ziele höher: Das obere Mittelfeld wird angestrebt. Dafür sind die Herren des VBC Neckertal bereit, sowohl technisch, als auch mental. Den Willen, ein Spiel zu gewinnen, mussten sie nämlich erst einmal erlernen.

Für die nötige Spritze Ansporn sorgt René Kuster-Städler, der heuer seine zweite Saison als Trainer der 4.-Liga-Mannschaft bestreitet.

Volleyball neu definiert

«Bevor sich René unserer angenommen hat, waren wir ziemlich führerlos. Wir wussten, dass wir es alleine nicht schaffen, besser zu werden», denkt Spieler Christian Böni zurück. Die Technik sei zwar da gewesen, doch das Selbstvertrauen habe gefehlt.

Mit René Kuster-Städler hat der VBC einen fairen Trainer gefunden: «Er lässt es uns wissen, wenn wir etwas gut gemacht haben, reklamiert aber auch lautstark, wenn das Gegenteil der Fall war. Wenn er uns die Leviten liest, ist es immer zu recht», beschreibt Christian Böni den Trainer, der auf 15 Jahre Volleyball-Erfahrung zurück blicken kann und das Team letztlich den Volleyball hat neu definieren lassen.

Neu mit mehr Struktur

Man spielt besser als vor einem Jahr, doch Verbesserungspotenzial gebe es noch viel, meint der Trainer. «Wir sind schliesslich eine 4.-Liga-Mannschaft.» Vor allem an der Genauigkeit und den Eigenfehlern, die unter Druck entstünden, wird man weiter arbeiten.

Der Aufstieg in die 3. Liga sei zwar längerfristig ein Wunsch, doch in dieser Saison kein Thema. Jetzt geht es darum, mehr Struktur ins Spiel zu bringen, besonders in den Trainings. «Bis anhin haben wir in jedem Training zum Schluss einen Match gespielt.

Diesen werden wir künftig manchmal auch weglassen», erklärt René Kuster-Stadler. Sich optimal auf die Gegnermannschaften – ob bekannt oder unbekannt – vorzubereiten, gehört ebenfalls zu seiner Arbeit. Einen Angstgegner habe man jedoch nicht. Letzte Saison hat der VBC Neckertal gar als einzige Mannschaft den Tabellenersten geschlagen.

Bleibt beim alten

Mehr Ehrgeiz als früher ist vorhanden, doch der Spass soll auch diese Saison nicht zu kurz kommen. Weiterhin wird eine Festwirtschaft an Heimspielen betrieben. «Wir wollen unseren treuen Fans etwas dafür bieten, dass sie uns lautstark anfeuern», erklärt Christian Böni. Dass man in der tiefsten Liga spielt, bedeute noch lange nicht, dass man nicht professionell sein müsse.