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NECKERTAL: Werkhof mit Anrufen bombardiert

Die Mitarbeiter der Winterdienste mussten sich in der Gemeinde Neckertal Beschimpfungen anhören. Dies, weil die Schneeräumung nach den Schneefällen von Mitte Dezember sehr schwierig war.
Bei starkem Schneefall kommt der Winterdienst an seine Grenzen wie hier in der Stadt St. Gallen. (Bild: Ralph Ribi)

Bei starkem Schneefall kommt der Winterdienst an seine Grenzen wie hier in der Stadt St. Gallen. (Bild: Ralph Ribi)

Vom Donnerstag, 14. Dezember, auf den Freitag erhielten die Dörfer Dicken, Schwellbrunn, Schönengrund und Wald besonders viel und dazu noch besonders schweren Schnee. Da lagen offenbar die Nerven bei vielen Betroffenen blank. Das kann man der jüngsten Ausgabe der Mitteilungen der politischen Gemeinde Neckertal entnehmen. «Grundsätzlich ist für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, die mit den Schneemassen auch gefordert oder überfordert sind, grosses Verständnis vorhanden. Kein Verständnis haben wir aber für die verbalen Übergriffe, denen die Dienstleister ausgesetzt waren. Der Winterdienst muss in solchen Fällen Prioritäten setzen, und dazu gehören nicht die Quartierstrassen und Vorplätze. Ebenso kann sich der anfallende Schnee nicht einfach in Luft auflösen», heisst es in einer Stellungnahme des Gemeinderats.

Mehr als 100 Telefone in teils aggressivem Ton

Gemeindepräsidentin Vreni Wild bestätigt auf Anfrage des «Toggenburger Tagblatts», dass im Werkhof wegen der Schneefälle mehr als 100 Telefonanrufe eingegangen sind, die teils in unflätigem Ton erfolgten. Auch die Gemeindeverwaltung habe zahlreiche Telefonanrufe erhalten.

Die Bedingungen für die Schneeräumung seien damals sehr schwierig gewesen. Das bestätigten Rückmeldungen der Personen, die am Pfaden waren, sagt Vreni Wild. «Anrufe mit Beschimpfungen gehören sich nicht», doppelt die Gemeindepräsidentin nach. Der Gemeinderat will deswegen aber keine Strafanzeigen einreichen. Das müssten ohnehin die beschimpften Personen tun. Vielmehr soll die Mitteilung an den Anstand der Menschen appellieren. Man solle bei solchen Verhältnissen für eine Reise mehr Zeit einplanen, heisst es in den Gemeindemitteilungen von Neckertal.

Es habe ebenfalls Personen gegeben, die gegen die Sperrung der Strasse Dicken-Hoffeld protestieren, sagt Vreni Wild. Die Sperrung erfolgte, da die Gefahr bestand, dass wegen des Schneefalls Bäume umstürzen, auf die Strasse fallen und vorbeifahrende Autos oder gar das Postauto treffen.

Beim Strassenkreisinspektorat Wattwil ist das Problem wütender Anrufer offenbar nicht so akut. Niemand habe es gerne, wenn Schnee vor der eigenen Garageneinfahrt abgeladen werde und man diesen wegschaufeln müsse. Laut Strassengesetz habe der Winterdienst aber das Recht, Schnee an den rechten Strassenrand zu bugsieren. Dann müsse man halt warten, bis der Winterdienst mit den Schneeschleudern kommen könne.

Martin Knoepfel

martin.knoepfel@toggenburgmedien.ch

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