Neckertal vor zweitem Wahlgang

Bei der Wahl in den Gemeinderat Neckertal wurden erst drei von sechs Sitzen besetzt – der zweite Wahlgang findet am 25. November statt. Klar bestätigt wurde Gemeindepräsidentin Vreni Wild. Komplett sind der Schulrat der Schule Oberes Neckertal sowie die Geschäftsprüfungskommissionen.

Urs M. Hemm
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Komfortabel gewählt: Gemeindepräsidentin von Neckertal Vreni Wild (FDP, bisher, Wald-Schönengrund, Dritte von links) sowie (von links) Daniel Koller (FDP, bisher, Mogelsberg), Paula Bruderer (parteilos, neu, Dicken) und Peter Bünzli (FDP, bisher, Brunnadern). (Bild: Urs M. Hemm)

Komfortabel gewählt: Gemeindepräsidentin von Neckertal Vreni Wild (FDP, bisher, Wald-Schönengrund, Dritte von links) sowie (von links) Daniel Koller (FDP, bisher, Mogelsberg), Paula Bruderer (parteilos, neu, Dicken) und Peter Bünzli (FDP, bisher, Brunnadern). (Bild: Urs M. Hemm)

DICKEN. Sichtlich zufrieden begrüsste die glanzvoll wiedergewählte Neckertaler Gemeindepräsidentin Vreni Wild, Wald-Schönengrund, die rund 40 Anwesenden am offiziellen Wahlapéro der Gemeinde Neckertal beim Schulhaus Dicken. Sie bedankte sich bei Thomas Mutti, Präsident des Verkehrsvereins Dicken, für die spontane Zusage, den Anlass zu organisieren, da wegen des Bergrennens Hemberg die Durchführung des Anlasses in St. Peterzell unmöglich gewesen wäre. Nicht zuletzt jedoch bedankte sie sich bei ihren Wählern, die ihr für eine weitere Legislatur ihr Vertrauen geschenkt haben und gratulierte jenen Kandidaten, die die Wahl in den Gemeinderat bereits geschafft haben. Für die drei verbleibenden Sitze hatten sieben Kandidaten das absolute Mehr verpasst. Wer im zweiten Wahlgang vom 25. November noch einmal antreten werde, sei zwar noch unklar. «Ich gehe aber davon aus, dass die meisten noch einmal ins Rennen gehen werden», so Vreni Wild.

Eine Neue, zwei Bisherige

Bereits im ersten Wahlgang wurden Daniel Koller, FDP (bisher) aus Mogelsberg, Peter Bünzli, FDP (bisher), aus Brunnadern und Paula Bruderer, parteilos aus Dicken in den Gemeinderat gewählt. «Nervös bin ich nicht, aber gespannt darauf, welche Aufgaben mich in den kommenden vier Jahren erwarten», sagte Paula Bruderer, die von allen Seiten Gratulationen entgegen nehmen durfte. Sie wolle aber festhalten, dass, obwohl sie als Dicklerin in den Gemeinderat gewählt worden sei, sie für die Gemeinde Neckertal einstehe. «Es ist wichtig, dass wir den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde weiter stärken und über die Dorfgrenzen hinaus denken und handeln», so Paula Bruderer. Von ihrer Erfahrung und ihren Interessen her sehe sie sich am ehesten im Ressort Kultur und Vereine, sei aber offen für alles, was ihr angetragen werde.

Nach Anciennität

Über die Ressortverteilung werde erst nach dem zweiten Wahlgang entschieden, sagte Vreni Wild. Dabei werde nach dem Anciennitätsprinzip vorgegangen, das heisst, dass die Bisherigen das Vorrecht der Ressortwahl haben. «Die verbleibenden Ressorts werden danach verteilt», erläuterte die Gemeindepräsidentin. Natürlich könnten Wünsche angebracht werden, schliesslich erwarte sie aber von jedem gewählten Gemeinderat, dass er oder sie jedes Ressort übernehmen könne. Als Gemeindepräsidentin will Vreni Wild das in den vergangenen vier Jahren Erreichte weiter stärken und festigen. «Nach wie vor nimmt das Dorf in den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Teil ein. Dennoch merke ich, dass immer mehr von der Gemeinde Neckertal gesprochen wird, der Zusammenhalt also wächst», so Vreni Wild. Wichtige Themen in der kommenden Legislatur werden zudem die Gemeindefinanzen, die Raumplanung und das Projekt Naturpark Neckertal sein.

Bei diesen Themen mitreden, möchte unter anderem auch Landwirt Walter Brander aus Hoffeld, der als Zweitbester der nicht Gewählten das absolute Mehr im ersten Wahlgang um rund hundert Stimmen verpasst hatte. «Mir ist es wichtig, dass ein Vertreter aus der Landwirtschaft im Gemeinderat vertreten ist», sagte er. Darum werde er im zweiten Wahlgang auf jeden Fall antreten, was wohl auch für die meisten seiner verbleibenden Mitkandidaten der Fall sein dürfte.

Schulrat komplett

Für die sechs Sitze im Schulrat der Schule Oberes Neckertal standen acht Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Als Präsident wurde Werner Raschle, St. Peterzell, gewählt. Ihm zur Seite stehen Sybille Altherr, Hedy Hauser und Tamara Meile, alle Wald-Schönengrund, Andreas Forrer und Simone Eisert, beide St. Peterzell sowie Erika Schlegel-Stauffacher aus Hemberg. Die Wahl in den Schulrat nicht geschafft, haben die beiden Dickler Kandidatinnen Miriam Räbsamen-Braun und Andrea Perks, die am Wahlapéro nicht anwesend waren. Ein Schulrat ohne Dickler Vertretung stellt für den Schulratspräsidenten kein Problem dar. «Simone Eisert wurde als ehemalige Dicklerin vom Dorf portiert und unterstützt. Insofern sind die Interessen von Dicken durchaus im Rat vertreten. Natürlich wäre es wünschenswert gewesen, wenn eine direkte Kandidatin aus Dicken den Einzug in den Schulrat geschafft hätte, aber die Stimmberechtigten haben so gewählt», so Schulratspräsident Werner Raschle.

Dem neu konstituierten Schulrat steht eine arbeitsintensive Zeit bevor, geht es doch darum, die Schulgemeinde neu zu organisieren und Abläufe anzugleichen. «Dabei kann es sein, dass der Eine oder Andere gewohnte Strukturen ablegen und sich an Neues gewöhnen muss», sagte Werner Raschle. Der Schulrat sei aber bestrebt, für alle die beste Lösung zu finden.

GPK gewählt

In die Geschäftsprüfungskommission (GPK) der Gemeinde Neckertal wurden die bisherigen Hedy Hauser, Peter Rhyner und Martin Richiger gewählt. Neu werden Daniela Lusti und Annalise Kern-Anderegg der GPK angehören. Nicht gewählt, weil überzählig, wurde Leonie Grossmann.

In die GPK der Schule Oberes Neckertal nehmen Barbara Raschle, Annalise Kern-Anderegg, Roland Bischofberger, Hans-Jörg Stalder und Anton Eberhard für die kommenden vier Jahre Einsitz.