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NECKERTAL: Ruedi Flotron übergibt Leitung

Am 1. Januar übernehmen Brigitte Krebser und Annemarie Germann die Stützpunktleitung der Spitex Neckertal. Am Donnerstag war die offizielle Übergabe.
Cecilia Hess-Lombriser
Ruedi Flotron gibt die Leitung der Spitex Neckertal ab und geht Ende Mai in Pension: Regina Göldi übergab den Nachfolgerinnen Annemarie Germann und Brigitte Krebser (von links) riesige Schlüssel. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Ruedi Flotron gibt die Leitung der Spitex Neckertal ab und geht Ende Mai in Pension: Regina Göldi übergab den Nachfolgerinnen Annemarie Germann und Brigitte Krebser (von links) riesige Schlüssel. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Seit zwei Jahren ist der Stützpunkt der Spitex Neckertal im Haus am Necker in Brunnadern. Es ist der vierte Ort, den Ruedi Flotron in 25 Jahren erlebt. Seit einem Vierteljahrhundert leitet der diplomierte Pflegefachmann den Stützpunkt. Umsichtig, konstruktiv, systematisch und koordiniert. Dies attestierte ihm Regina Göldi, Präsidentin des Vereins Spitex Neckertal. Der in sich ruhende Mann geht Ende Mai in Pension und übergibt die Leitung den beiden bisherigen Mitarbeiterinnen und Pflegefachfrauen Brigitte Krebser und Annemarie Germann. «Eine ideale Lösung», wie sich die Präsidentin im kleinen Kreis von Vorstandsmitgliedern und Mitarbeitenden freute.

Grosse Veränderungen in der Spitex

Für einmal nahm Regina Göldi der Journalistin die Arbeit ab. Statt im Archiv zu wühlen und Veränderungen und Gegebenheiten von 25 Jahren Ruedi Flotron herauszufinden, stellte sie sowohl ihm als auch seinen Nachfolgerinnen eine Reihe von Fragen. Es hatte sich vor 25 Jahren so gefügt, dass Ruedi Flotron als Vater von vier Kindern eine Stelle brauchte und die Spitex Neckertal, damals noch Kranken- und Hauspflegeverein, eine Pflegefachperson suchte. Zur gleichen Zeit begann der Aufbau von Spitex-Stützpunkten, weil sich die Politik dieses Bereichs angenommen hatte. In Ruedi Flotron erkannten die damaligen Verantwortlichen die ideale Person für diese Aufgabe und er wurde angestellt. «Unser normaler Spitex-Alltag bestand damals vorwiegend aus der Körperpflege bei betagten Kundinnen und Kunden. Hin und wieder gab es eine Wunde zu verbinden, Medikamente zu richten oder Augentropfen einzuträufeln. Technische Hilfsmittel fehlten», erinnert sich Ruedi Flotron. Die Organisation sei unstrukturiert gewesen, pro Viertelstunde habe man einen Strich auf einen Zettel gemacht und es habe auch keine Kundendokumentationen gegeben. «Es war zudem unkompliziert, mit den Krankenkassen abzurechnen. Sie bezahlten alles, auch die Haushaltshilfe.» Mit dem Spitex-Gedanken hat Ruedi Flotron erfahren, dass das Arbeitsvolumen gestiegen ist, der administrativeAufwand und die Krankenkassen restriktiver geworden sind. Er kann der Entwicklung im Gesundheitswesen Gutes abgewinnen, sieht jedoch den wachsenden Druck, es ist sowohl ihm wie seinen Nachfolgerinnen Brigitte Krebser und Annemarie Germann wichtig, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, dass genug Raum vorhanden ist, dass man einmal zuhören oder eine zusätzliche Dienstleistung vollbringen kann. Mit dieser Einstellung hat er stets Wertschätzung von Seiten der Kundinnen und Kunden erfahren dürfen. «Eine Arbeit ist nur möglich, wenn andere mittragen und so kommt man auch weiter», sagte er bescheiden. Damit zeigte er wiederum seinen Mitarbeiterinnen gegenüber Wertschätzung. Aufgrund der Fragen von Regina Göldi liess Ruedi Flotron an dieser und jener Erinnerung und Episode teilnehmen, erzählte von gewonnen Erfahrungen, schwierigen und lehrreichen Zeiten. Wenn er Ende Mai endgültig in Pension gehen wird, so lange bleibt er der Spitex Neckertal noch erhalten, wird er vermehrt reisen und noch mehr fotografieren. Seit 22 Jahren liefert Ruedi Flotron bekanntlich die Bilder für den Toggenburger Bildkalender.

Gut integrierte und erfahrene Frauen

Brigitte Krebser ist zurzeit die Stellvertreterin von Ruedi Flotron. Gemeinsam mit Annemarie Germann hat sie sich vorstellen können, die Leitung zu übernehmen, und beide haben nach intensivem Austausch Ja zur Verantwortung gesagt. Beiden gefällt die abwechslungsreiche Arbeit; sowohl im Büro wie bei den Menschen zu Hause. «Mir gefällt das ganzheitliche Denken in der Spitex. Wir haben sowohl mit den Angehörigen wie mit dem Arzt zu tun und auf der anderen Seite auch mit dem Vorstand und dem Team», sagte Brigitte Krebser. Beide hoffen, dass die administrative Belastung nicht mehr wird, damit genug Zeit für den Menschen bleibt. «Dann können wir die Freude an der Arbeit behalten.» Gespannt sind die beiden Frauen auf ihre eigene Kreativität und wie sie letztlich zusammen funktionieren. «Wir haben schon Ziele, aber kleine, wir wollen den Laden nicht umkrempeln», lachten sie, ohne konkret zu werden. Den Mann im Team haben sie äusserst geschätzt und sie wünschen sich für die Zukunft wieder einen Kollegen.

Brigitte Krebs wand auch den Kundinnen und Kunden im Neckertal ein Kränzchen: «Die Menschen hier sind bodenständig. Wenn wir zu spät kommen, machen sie keine Vorwürfe, sondern sorgen sich und fragen nach. Das verbindet.»

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