NECKERTAL: Lebendige Schuleinheiten

67 von 2775 Schulbürgerinnen und Schulbürgern nahmen am Dienstagabend die Rechnung 2016 und das Budget 2017 der Schule Neckertal an. Sie wurden ausserdem über Neuerungen informiert.

Cecilia Hess-Lombriser
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Schülerinnen und Schüler des OZ Necker eröffneten die Schulbürgerversammlung musikalisch. Sie standen unter der Leitung von Alice Baumgartner. (Bilder: Cecilia Hess-Lombriser)

Schülerinnen und Schüler des OZ Necker eröffneten die Schulbürgerversammlung musikalisch. Sie standen unter der Leitung von Alice Baumgartner. (Bilder: Cecilia Hess-Lombriser)

Cecilia Hess-Lombriser

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Der Amtsbericht der Schule Neckertal ist umfangreich und informativ. Er gibt Einblick in eine lebendige Schule in den Schuleinheiten Brunnadern, Mogelsberg, Oberhelfenschwil und der Oberstufe Necker. Die Aufgaben sind breit angelegt; angefangen beim Schülertransport über den täglichen Unterricht bis zu fördernden Massnahmen, Projekten und Anlässen. 58 Lehrpersonen in Voll- und Teilpensen setzen ihre Schaffenskraft für aktuell 430 Schülerinnen und Schüler ein. Rudolf Mäder, Schulratspräsident, würdigte an der Schulbürgerversammlung im OZ Necker dieses Engagement zugunsten der Kinder. «Die Freude am Lehren und Lernen steht bei uns im Zentrum», sagte Hansruedi Bachmann, Schulleiter und Präsident der Schulleiterkonferenz, im Verlauf der Versammlung.

Schulhaus Brunnadern kostete mehr

Rudolf Mäder informierte zu Beginn der Versammlung über personelle Veränderungen und Workshops und wies auf die informative Schulzeitung «i-Punkt» hin, die auf der Webseite der Schule aufgeschaltet ist. Schulrat Christian Roth berichtete über den Neubau und die Sanierung des Schulhauses in Brunn­adern. Mittel- bis langfristig sei der Bedarf nun gedeckt. «Die Investition hat sich gelohnt. Die Räume bewähren sich, die Abläufe sind effizient und der Energieverbrauch hat sich gesenkt», stellte er fest. Die Kosten sind allerdings überschritten worden. Die Schulbürgerschaft hatte einen Baukredit von 3,217 Millionen Franken bewilligt gehabt, die Endrechnung fiel jedoch um 268283 Franken oder um acht Prozent höher aus. Die Mehrausgaben resultierten wegen aufwendigeren Abbrucharbeiten, da teilweise Altlasten an den Tag gekommen waren, dann war die Vernetzung des Neu- und Altbaus komplexer als geplant, die Provisorien kamen teurer zu stehen, Treppenbeläge mussten ersetzt werden und es kamen zusätzlich Elektroinstallationen dazu.

Die Schülerzahlen sinken weiterhin

Die Jahresrechnung blieb hingegen 126 185 Franken unter dem Budget von 10,7 Millionen Franken. Wie die Statistik ausweist, sinken die Schülerzahlen im Neckertal. 2005 wurden 664 Schülerinnen und Schüler beschult, aktuell sind es 430 und die Pro­gnosen für die kommenden fünf Jahre zeigen weiterhin sinkende Schülerzahlen. Das Budget 2017 fällt zwei Prozent tiefer aus als 2016. Sowohl die Rechnung wie das Budget wurden in der Folge einstimmig und diskussionslos genehmigt. Hansruedi Bachmann informierte kurz über die Einführung des Lehrplans 21 und die Besonderheiten im Kanton St. Gallen. Die Schule Necker hat für sich Schwerpunkte für die Einführung definiert und hat bereits damit begonnen. Der Bereich Medien und Informatik ist bereits eingeführt worden, die Beurteilung auch und mit dem neuen Schuljahr stehen das Schülercoaching und das kooperative Lernen auf dem Programm. Im Folgejahr kommt die Sonderpädagogik zum Zug. Fächergruppenlehrerin Irma Meier erklärte detailliert, wie das neue Fach Wirtschaft, Arbeit und Haushalt inhaltlich gegliedert ist. «Der Bereich Haushalt schrumpft», sagte sie. Die Schwarzwäldertorte werde in Zukunft wohl nicht mehr gebacken. Dafür werden die Oberstufenschülerinnen und -schüler wirtschaftliche Zusammenhänge kennen lernen, den Umgang mit Geld lernen und die Auswirkungen des eigenen Verhaltens und Konsums erkennen können.