NECKERTAL: Die «Familie» gewährt Kredit

Die 23 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, die am Montagabend die Bürgerversammlung der Schulgemeinde Oberes Neckertal besuchten, hatten in einem Schulzimmer Platz.

Cecilia Hess-Lombriser
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Der neue Schulrat sass separat: Manfred Preisig, Hedy Hauser, Petra Horlacher Raguja und Thomas Bösch (von links). (Bilder: Cecilia Hess-Lombriser)

Der neue Schulrat sass separat: Manfred Preisig, Hedy Hauser, Petra Horlacher Raguja und Thomas Bösch (von links). (Bilder: Cecilia Hess-Lombriser)

Mit «Liebe Familie» begrüsste Schulratspräsident Werner Raschle die Anwesenden. Tatsächlich gehörten 15 der 23 Anwesenden zum Personal oder zum Schulrat; darunter nebst der bisherigen Schulrätin Hedy Hauser die drei neuen Schulräte Thomas Bösch, Petra Horlacher Raguja und Manfred Preisig. Die «Familie» gewährte in der Folge den Kredit von 500000 Franken für die Innensanierung des Schulhauses Dorf.

Das Schulhaus Dorf braucht eine Sanierung

Die Jahresrechnung 2016 der Schule Oberes Neckertal schliesst mit einem Minderaufwand von 184807 Franken ab. Der Steuerbedarf beträgt knapp 5,1 Millionen Franken. Der Bedarf für das laufende Jahr liegt leicht darunter. Sowohl die Rechnung wie auch das Budget wurden diskussionslos und einstimmig genehmigt. Der gewährte Kredit dient der Innensanierung des Mitte der 50er-Jahre gebauten Schulhauses Dorf.

Am dringendsten ist die Erneuerung der elektrischen Installationen. Ausserdem werden die Decken und die Beleuchtung durch Akustikdecken und LED-Leuchten ersetzt, mehrere Zimmer erhalten neue Bodenbeläge und in den Schulzimmern werden die Lavabos ersetzt. Die Arbeiten sind für die Sommer- und Herbstferien geplant. Im kommenden Jahr wird ein Antrag auf einen Kredit für die Aussensanierung vorgelegt. Nachdem die Sanierung des Schulhauses Baumgarten erfolgreich abgeschlossen werden konnte, stehen also weitere Sanierungen und Unterhaltsarbeiten an. Auf dem Radar ist auch die 25-jährige Mehrzweckhalle. Dafür wird voraussichtlich 2018 ein Planungskredit beantragt.

Werner Raschle informierte eingangs der Bürgerversammlung umfassend über personelle Änderungen, das neue Leitbild mit den drei Bereichen Wissen, Räume und Menschen. Dazu gibt es definierte Grundhaltungen und entsprechende Handlungsweisen. «Der Schulbetrieb ist das Wichtigste und da sind wir stolz auf unsere aktive Schule», freute sich der Präsident. Es gebe zahlreiche Anlässe und Projekte.

Mit 20 bis 24 Schülerinnen und Schülern seien die Klassen der Primarschule konstant. An der Oberstufe nehmen die Schülerzahlen in den kommenden Jahren kontinuierlich leicht zu. Frühere Zahlen wird die Schule jedoch nicht mehr erreichen. «Um unsere gesamte Infrastruktur sichern zu können, brauchen wir Schüler», blickte Werner Raschle in die Zukunft. Wichtig sei auch die schulübergreifende Kommission mit Hemberg und Schönengrund-Wald. Jede Schule alleine sei zu klein, da brauche es die Zusammenarbeit. Für die Jahre 2017 bis 2020 hat der Schulrat Legislaturziele definiert. So soll bis am Ende der Periode das Förderkonzept erstellt, eingeführt und umgesetzt sein; die notwendigen Sanierungen sind ausgeführt oder in Planung, die Kosten bewegen sich in einem Rahmen, der unwesentlich vom Durchschnitt vergleichbarer Schulen abweicht. Werner Raschle betonte auch den direkten Kontakt mit Ansprechpartnern. «Ich bin ein Fan davon, Menschen zusammenzubringen», gestand er. Für die Bürgerversammlung verfehlte er das Ziel; seine «Familie» blieb jedoch im Anschluss an die Versammlung beisammen und tauschte sich bei einem Apéro aus.

Cecilia Hess-Lombriser

redaktion@toggenburgmedien.ch