Nebeltage – mal mild, mal kühl

Meist folgte der Oktober dem Motto unten grau und oben blau. Wetterexperte Ruedi Kleger: «Der Oktober war im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt ein Grad zu kühl, etwa der Norm entsprechend sonnig und zum Teil weniger feucht als sonst.»

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toggenburg. Nach einem eher milden, veränderlichen Monat September startete der Oktober stark bewölkt. Vor allem im Obertoggenburg fiel noch letzter Regen. Im Laufe des Nachmittags wurde es überall trocken. Die Sonne konnte sich immer besser in Szene setzen.

Zwischen Hoch und Tief

Die Temperaturen schwankten im milden Bereich zwischen 11 und 14 Grad.

Am Samstag lag das Toggenburg zwischen einem Hochdruckgebiet über Osteuropa und einem Tiefdruckwirbel über dem nahen Atlantik. Mit einer südwestlichen Höhenströmung kam in den Bergen allmählich Föhn auf, was in der Herbstzeit keine Seltenheit ist.

Im Vorfeld einer sich langsam nähernden Störungszone verstärkte sich der Föhn und sorgte bis Montagabend, 4. Oktober, für ziemlich sonnige, warme Verhältnisse bis 23 Grad. In der Nacht auf Dienstag überquerte die Störung die Alpennordseite.

Sie brachte in der ganzen Region nur wenig Regen, zudem kühlte es etwas ab.

Bise und kühle Temperaturen

Hinter der nach Osten abziehenden Störung wurde die Atmosphäre stabilisiert und abgetrocknet. In den Folgetagen stellte sich dann – abgesehen von Nebelfeldern im unteren Thurtal – bis übers Wochenende vom 9. Oktober schönes, mildes Herbstwetter ein.

Das seit einiger Zeit umfangreiche Hoch über Russland dehnte sich zu Beginn der neuen Woche nach England aus. Hier bewirkte dies am Südrand Bise, ansteigende Nebelobergrenze gegen 1500 Meter und kühlere Temperaturen.

Bis über Mitte Woche blieb es meistens unten grau und oben immer blau. Ohne Sonnenschein war es in den Niederungen kühle 10 Grad, über dem Nebel mit Sonne dafür für die Jahreszeit recht mild. In der Nacht zum Wochenende hin kam Dynamik in das Wettergeschehen.

Am Samstag, 16. Oktober, erreichte ein Tief mit eingelagerter Kaltfront aus Nordwesten die Schweiz. Es wurde begleitet von Niederschlägen und Windböen, die Schneefallgrenze sank gegen 1100 Meter.

Föhn sorgt für Sonne

Nach einer kurzen Wetterberuhigung folgte auf Mitte dritter Woche eine weitere Staffel Kaltluft. Diesmal polarem Ursprungs mit Schnee bis 900 Meter. Trockene, milde Luft brachte zwei schöne Herbsttage, bevor sich am Wochenende vom 23.

Oktober eine Störungslinie zu uns auf den Weg machte und am Sonntag und Montag für Schnee oberhalb 800 Meter sorgte. Die restlichen Tage der vierten Woche zeigten sich mild und meist sonnig mit Föhnunterstützung.

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