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Naturwissenschaften in den Fokus rücken

Die Kantonsschule Trogen versucht mit der 2015 initiierten Mint-Woche die Lernenden für die naturwissenschaftlichen Themen zu begeistern. Während fünf Tagen erfahren die Schüler fächerübergreifend alles über Gase.
Alle Sinne ansprechen: Die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule können im Chemieblock an verschiedenen Posten ihre eigenen und teils überraschenden Erfahrungen machen. (Bild: pag)

Alle Sinne ansprechen: Die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule können im Chemieblock an verschiedenen Posten ihre eigenen und teils überraschenden Erfahrungen machen. (Bild: pag)

Zwei Schülerinnen verschliessen mit einer Zange ein kleines Plastikröhrchen und halten es in kaltes Wasser. «Jetzt könnt ihr das Gas entweder entweichen lassen oder das Röhrchen weiter zuhalten, bis es explodiert», sagt Chemielehrer Olin Bausback. Wofür haben sich die Jugendlichen wohl entschieden? Ein Knall im Schulzimmer gibt Aufschluss.

Die Kantonsschule Trogen (KST) setzt vermehrt Wert auf fächerübergreifendes Lernen. «Interdisziplinarität ist wichtig», sagt Chemielehrerin und Prorektorin Daniela Weber Klose. Das haben rund 40 Kanti-Schüler des zweiten Schuljahres in der Mint-Woche am eigenen Leib erfahren. Mint steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik. Den Schülern zwischen 15 und 17 Jahren soll ein Gesamtbild über die Naturwissenschaften vermittelt werden. «Damit sie merken, wie nahe sich die Fächer sind, aber auch, dass dasselbe Thema mit unterschiedlichen Fragestellungen erforscht werden kann», so Weber. Für die KST ist der Ausbau der Mint-Angebote nebst der Wirtschaft, der zweisprachigen Matura und Talentförderung eine Möglichkeit, sich zu positionieren und weiterzuentwickeln. Die Mint-Woche ist Teil des neuen Themenwochen-Konzepts, das die Verantwortlichen unter Rektor Michael Zurwerra 2015 initiierten.

Gase als Bindeglied zwischen den Fächern

Das übergeordnete Thema ist Gase. Im Chemieblock lernen die Schüler beispielsweise, wie sich ein mit CO2 gefüllter Ballon verhält, wenn man ihn in flüssigen Stickstoff hält. Die Auftriebskraft oder das Volumen werden im Matheblock errechnet. Die Biologie thematisiert unter anderem die CO2-Problematik, der Sport-Bio-Block die Atmung und im Rahmen der Physik lernen die Schüler physikalische Grundlagen. Heute wird das Gelernte zusammengefügt: Die Schüler werden nach eigenen Berechnungen und Erfahrungen einen Zeppelin bauen und diesen gen Himmel entschweben lassen.

Schweizweit besteht laut Weber ein Mangel an Mint-Fachkräften. «Wir versuchen mit der Mint-Woche die Schüler schon früh für die Naturwissenschaften zu begeistern.» (pag)

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