Naturreichtum an der Morgenwanderung

Der Natur- und Vogelschutzverein Bütschwil-Ganterschwil führte an Auffahrt seine traditionelle Morgenexkursion durch Pünktlich um 6.30 Uhr durfte Vereinspräsident und Wanderführer Erwin Breitenmoser 22 motivierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen begrüssen.

Daniel Scherrer
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Die Wandergruppe bei der Pflanzenbestimmung am frühen Morgen. (Bild: pd)

Die Wandergruppe bei der Pflanzenbestimmung am frühen Morgen. (Bild: pd)

Der Natur- und Vogelschutzverein Bütschwil-Ganterschwil führte an Auffahrt seine traditionelle Morgenexkursion durch

Pünktlich um 6.30 Uhr durfte Vereinspräsident und Wanderführer Erwin Breitenmoser 22 motivierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen begrüssen. Bei angenehmen Witterungsverhältnissen führte die Wanderung vom Kirchplatz aus zunächst via Egg in Richtung Sal. Bereits im Oberdorf konnten einige Vögel gesichtet werden, so zum Beispiel eine Gruppe Mauersegler, ein Hausrotschwanz, ein Rotmilan und eine Rabenkrähe.

Feuchtbiotop Salweiher

Vor der Salhöhe wurde das dortige Feuchtbiotop besichtigt. An diesem Standort wurde früher Torf gestochen, heute besticht er durch seine Blumenvielfalt.

Oben im Sal bot sich dann ein überraschender Anblick, wurde doch gerade eine schöne Mutterkuhherde der bei uns seltenen Rinderrasse Salers auf die Weide geführt. Daneben grasten friedlich einige Esel. Weiter ging es in Richtung Heiterwald. Unterwegs wurde öfters innegehalten, damit den Vogelstimmen gelauscht werden konnte. Zwischendurch war Geduld und Stille gefragt, bis wieder ein neuer Vogel über seinen Gesang erkennbar war. So konnten unter anderem Goldhähnchen, Zaunkönig, Zilpzalp, Blaumeise und Mönchsgrasmücke bestimmt werden.

Bei der kleinen Brücke über den Taabach erklärte Erwin Breitenmoser, dass hier ein günstiger Lebensraum für die Wasseramsel sei. Dieser Vogel lebt gerne an Bächen und baut sein Nest unter Brücken oder an Nischen oder Höhlen im Uferbereich. Die Wasseramsel sucht ihre Nahrung unter Wasser.

Frauenschuh als Überraschung

Später führte die Wanderung dem Dietfurtbach entlang. Dort liegt ein botanisch vielfältiger Lebensraum, in dem zum Beispiel auch die Türkenbundlilie wächst. Zur grossen Freude der Wanderschar konnte in einem schattigen Waldabschnitt der Gelbe Frauenschuh entdeckt werden. Diese wunderschöne Pflanze gehört zu den Orchideengewächsen und ist leider nur noch selten anzutreffen. Beim Biotop Dietfurtbach erfreuten sich die Kinder vor allem an den zahlreichen Wasserschnecken, besonders ins Auge stach auch die stark verbreitete Wasserpflanze mit dem Namen Tannenwedel. In Dietfurt öffnete Erwin Breitenmoser vorsichtig den Deckel eines Vogelhäuschen. Im Nest lagen 6 kleine Eier einer Kohlmeise. Zwei Jungtiere waren gerade erst geschlüpft, ein einmaliger Anblick, der alle begeisterte.

Danach ging es weiter via Schwendi, wo Mehlschwalbennester besichtigt wurden, und Steinbühl zum Restaurant Freihof, wo eine spannende und lehrreiche Morgenwanderung bei einem feinen Brunch ihren Ausklang fand.

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