NATUR: Gemeinsam gegen gebietsfremde Gewächse

In Oberhelfenschwil wird den schädlichen Neophyten demnächst der Kampf angesagt.

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Am Samstag, 29. Juli, ab 9 Uhr, führt der Natur- und Vogelschutzverein Oberhelfenschwil einen Anlass zum Thema Neophyten durch. Dabei werden unerwünschte und schädliche Pflanzen fachgerecht entfernt. Besammlung ist beim Restaurant Frohe Aussicht, Höhg. Ende der Veranstaltung ist gemäss Ausschreibung um 15 Uhr. Auch Teileinsätze sind erwünscht, wie die Veranstalter mitteilen. Alle Gemeindebewohnerinnen und -bewohner – ob jung oder alt – können mithelfen, die gebietsfremden Pflanzen zu entfernen. Dies nach dem Motto «Mitenand goht’s besser». Zwischendurch stärken wir uns mit einem Zmittag, offeriert vom Verein.

Pflanzen, die bei uns ursprünglich nicht vorkamen

Neophyten ist die Bezeichnung für Pflanzen, die seit der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 bei uns vorkommen. Sie wurden absichtlich oder versehentlich bei uns eingeführt. In der Schweiz haben sich seither rund 550 solche Arten angesiedelt. Wörtlich übersetzt bedeutet Neophyten «neue Pflanzen». Diese gebietsfremden Pflanzen sind zum grössten Teil harmlos, zum Beispiel die Rosskastanie oder das Kleine Springkraut. Einige der neuen Pflanzen verhalten sich jedoch invasiv und problematisch: Sie verwildern, breiten sich stark aus und verdrängen dabei die einheimische Flora. Bestimmte Pflanzen sind sogar gefährlich für unsere Gesundheit, andere können Bachufer destabilisieren oder Bauten schädigen.

Zahlreiche internationale Organisationen sowie verschiedene nationale Organisationen oder Instanzen in den europäischen Ländern kümmern sich um das Thema, informieren zu den Arten, zu den Folgen und den Massnahmen. Wie man am Beispiel von Oberhelfenschwil sieht, engagieren sich auch die lokalen Vereine immer wieder erfolgreich im Kampf gegen die Neophyten. (pd/aru)

Gemeinsam gegen Neophyten – eine Veranstaltung des Natur- und Vogelschutzvereins Oberhelfenschwil am Samstag, 29. Juli, von 9 bis 15 Uhr. Eine Anmeldung per E-Mail an jerry.holenstein@gmx.ch ist erwünscht.