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Entscheidung bei der Ausserrhoder Nationalratswahl fällt erst zum Schluss: Herisau rettet Zuberbühler

Nach einem Hitchcock-Finale schafft Nationalrat David Zuberbühler die Wiederwahl. Den Ausschlag gibt vor allem seine Wohngemeinde.
Jesko Calderara
Nach Bekanntwerden des Wahlresultats liess Sieger David Zuberbühler seinen Emotionen freien Lauf. Bild: Yann Lengacher

Nach Bekanntwerden des Wahlresultats liess Sieger David Zuberbühler seinen Emotionen freien Lauf. Bild: Yann Lengacher

Spannender hätten die Ausserrhoder Nationalratswahlen kaum laufen können. Nach Auszählung von 19 der 20 Gemeinden lag FDP-Kandidatin Jennifer Abderhalden rund 1000 Stimmen vor SVP-Nationalrat David Zuberbühler. Was zu diesem Zeitpunkt noch fehlte, war das Resultat aus Herisau. Und wie schon 2015 entschied auch dieses Jahr die grösste Gemeinde im Kanton den Wahlausgang. In seiner Wohngemeinde holte «Zubi» fast doppelt so viele Stimmen wie Abderhalden und bleibt somit für die nächsten vier Jahre Nationalrat. Den Freisinnigen gelangen es nicht, den 2015 verlorenen Nationalratssitz zurückzuerobern. Damals setzte sich Zuberbühler gegen den heutigen IHK-Direktor Markus Bänziger (FDP) und SP-Präsident Jens Weber durch.

Gestern siegte Zuberbühler mit einem knappen Vorsprung von 159 Stimmen. 7720 Ausserrhoderinnen und Ausserrhoder legten den Namen des SVP-Politikers in die Urne. Abderhalden kam auf 7561 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,3 Prozent. Bei den letzten Nationalratswahlen in Ausserrhoden betrug dieser Wert noch rund 47 Prozent.

Einsatz für den Kanton macht sich bezahlt

Für Zuberbühler war das Warten auf das Endresultat ein Wechselbad der Gefühle. Er habe nicht mehr damit gerechnet, den Rückstand noch aufholen zu können, sagte er sichtlich gerührt. Umso erleichtert zeigte sich «Zubi» in der Stunde des Triumphs. Den Grund für seine Wiederwahl sieht er insbesondere in seinem Einsatz der letzten vier Jahre im Nationalrat. Die Leute hätten es gewürdigt, dass er den Kanton mit Herzblut vertrete, sagte Zuberbühler. Er dankte abgesehen davon seiner unterlegenen Herausforderin für den fairen Wahlkampf.

Schwierige Ausgangslage für den SVP-Nationalrat

«Hocherfreut» reagierte in einer Medienmitteilung die Ausserrhoder SVP auf das Wahlergebnis. Zuberbühler habe sich in den letzten vier Jahren in Bern für den Kanton und die Schweiz sehr engagiert eingesetzt, was von der Bevölkerung gewürdigt worden sei, schreibt die Partei. Dabei war die Ausgangslage für den Herisauer SVP-Nationalrat alles andere als einfach. Zwar unterstützten ihn verschiedene Verbände wie beispielsweise das Gewerbe, von den Parteien allerdings nur die unbedeutende EDU. Die SP dagegen hatte auf eine eigene Kandidatur verzichtet und stattdessen Jennifer Abderhalden unterstützt. Die trifft auch auf die CVP und die EVP zu.

Doch dieser Support reichte Abderhalden nicht für den Sieg. In einer ersten Reaktion zeigte sie sich im Interview mit dem Schweizer Fernsehen enttäuscht. Ihre Niederlage führte Abderhalden unter anderem auf den Bisherigen-Bonus zurück. Zudem sei die Ausgangslage für sie nicht optimal gewesen. Abderhalden war erst neun Wochen vor der Wahl ins Rennen gestiegen, nachdem Daniela Merz krankheitsbedingt ihre Kandidatur zurückziehen musste.

Das Hinterland stimmt für Zuberbühler

Eine Analyse der Wahlresultate zeigt: Jennifer Abderhalden schwang in zehn Gemeinden obenauf, Zuberbühler ebenso. Der SVP-Nationalrat punktete vor allem im Hinterland. So holte er in Herisau, Urnäsch, Schwellbrunn, Schönengrund, Waldstatt, Hundwil und Stein am meisten Stimmen. Dazu kommen Bühler, Wald und Lutzenberg, die sich mehrheitlich für «Zubi» aussprachen.

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