NAF: Verpassen wir diese Chance nicht

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Seit über 50 Jahren spricht man von einer Umfahrung Herisau. Anfang der 60er-Jahre wurde das Teilstück Kreuzweg–Schwänli-Kreuzung gebaut. Seither wurden für die Weiterführung der Umfahrung verschiedenste Projektvarianten geprüft. Seit 2008 liegt ein detailliertes Vorprojekt für die Umfahrung vor. Die Problematik der Alpsteinstrasse liegt darin, dass sie drei Aufgaben erfüllen muss: 1. Sie muss den Durchgangsverkehr von Gossau und Winkeln nach Waldstatt und weiter nach Appenzell, Urnäsch und Schönengrund aufnehmen. 2. Nebst dem Durchgangsverkehr dient sie dem Gewerbe- und Anwohnerverkehr des grossen Wohnquartiers beidseitig des Tales als einzige Verkehrsader. Bei einem Tagesdurchschnittsverkehr von 18365 Fahrzeugen, gezählt beim Schulhaus Wilen (2016), ist sie der meistbefahrene Strassenabschnitt des Kantons. 3. Bei Sperrung dieses Abschnittes sind die Hinterländer Gemeinden nur durch grossräumige Umfahrung zu erreichen. Das grosse Verkehrsaufkommen, das jährlich noch um rund 1 Prozent zunimmt, führt zu immer grösseren Problemen und Gefahren beim Einlenken von den Seitenstrassen in die Alpsteinstrasse, dies besonders: bei Querung einer Fahrbahn; Überqueren der Strasse durch Fussgänger; durch die länger werdenden Stauphasen in den Stosszeiten. Dies bedeutet Verspätungen im Bus- und Postautoverkehr und führt zum Verpassen von Zuganschlüssen. Es steigert aber auch die Unfallgefahren für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Die Lärm- und Abgasbelastungen von Anwohnern und Liegenschaften seien nur angetönt. Seit 1980 ist der Verkehr auf der Alpsteinstrasse ein Dauerbrenner des Quartiervereins Säge. Mit grossem Engagement hat sich unsere Arbeitsgruppe über Jahre mit den aktuellen Problemen auseinandergesetzt. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem kantonalen Tiefbauamt konnten wir unsere Anliegen in die Projektierungsphase einbringen. Nun gilt es, die geleisteten Vorarbeiten der Möglichkeit einer Realisierung näherzubringen. Wir Sägler Einwohner empfehlen daher, am 12. Februar mit einem Ja zum NAF für den Anschluss des Appenzellerlandes ans Nationalstrassennetz ein Zeichen zu setzen.

Hanspeter Kessler, Präsident Quartierverein Säge, Herisau