Nächster Schritt im Unterdorf

Das Land ist eingezont, ein Projekt ist bestimmt: Nun geht die Überbauung «Unterdorf» in Speicher in die nächste Runde. Zwei Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit der Umsetzung und der Finanzierung des Wohnbauprojekts.

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Das Projekt «Uccellini» nimmt Häuserzeilen als Element der lokalen Bautradition auf. (Bild: pd)

Das Projekt «Uccellini» nimmt Häuserzeilen als Element der lokalen Bautradition auf. (Bild: pd)

SPEICHER. An der Abstimmung vom 9. Februar 2014 haben die Stimmberechtigten dem Kauf der Parzelle Unterdorf durch die Gemeinde zugestimmt. Das rund 16 000 Quadratmeter grosse Areal sei eines der bedeutendsten und bevorzugtesten Bauentwicklungsgebiete in der Gemeinde, heisst es seitens des Gemeinderats. Nachdem diesen Sommer ein Sieger des Ideenwettbewerbs für das Areal Unterdorf in Speicher gekürt worden war, werden nun die Finanzierung und die Konkretisierung des Projekts angegangen.

Projekt weiter ausarbeiten

Dafür werden zwei Arbeitsgruppen eingesetzt. Die Arbeitsgruppe «Finanzierung Unterdorf» befasst sich mit Finanzierungsfragen, der Gründung einer Wohnbaugenossenschaft sowie der Suche nach Mitteln für ein entsprechendes Genossenschaftskapital.

Franz Knechtle leitet das Gremium, Fredy Zünd vertritt den Gemeinderat, Daniela Weber und Josef Eugster sind als Fachpersonen für Genossenschaften in der Arbeitsgruppe und Marlis Herzig übernimmt das Sekretariat. Die Arbeitsgruppe Planung beschäftigt sich hauptsächlich mit der Überarbeitung und der Konkretisierung des Siegerprojektes «Uccellini». Geleitet wird diese Arbeitsgruppe von Gemeindepräsident Peter Langenauer. Weitere Mitglieder sind: Fredy Zünd und Claudia Neff, die den Gemeinderat vertreten, Stefan Rausch als Fachperson für Architektur und Andras Brunner als Fachperson für Raumplanung. Ein Raumplanungsbüro begleitet die Arbeitsgruppe.

Bezahlbarer Wohnraum

«Mit dem Areal im Unterdorf können wir die Zentrumsentwicklung weiter vorantreiben», sagt Gemeindepräsident Peter Langenauer. Ein Hauptziel sei es, bezahlbaren, zentrumsnahen Wohnraum für Familien zu schaffen. Ausserdem soll Wohnraum für kleine Haushalte und für gemischte Wohnformen entstehen. 68 Wohneinheiten sieht das Siegerprojekt vor.

Die Überbauung soll nicht von der Gemeinde, sondern von einer Wohnbaugenossenschaft realisiert werden. Die Arbeitsgruppe «Finanzierung Unterdorf» wird sich auf die Suche nach einer Trägerin machen. «Wir lassen offen, ob ein Teil der Überbauung auch privat genutzt werden könnte», sagt Langenauer. Ausserdem lege die Gemeinde Wert darauf, dass die Überbauung einheitlich und in verdichteter Bauweise realisiert werde. Die Qualität des Siegerprojekts bestehe darin, dass es mit den geplanten Häuserzeilen Elemente der lokalen Bautradition aufnehme. Auch der Wohnungsmix und die Wohnungsgrundrisse haben die Jury überzeugt. Nicht zuletzt soll die Erschliessung zweckmässig sein und ein Teil des Hanges im Unterdorf für Schlittelabfahrten gesichert werden. «Zudem wollen wir die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Anstösser in die Weiterentwicklung des Projekts einbeziehen», sagt Langenauer. (gk/ruf)