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Nächste Schritte im Bahnhofsprojekt Herisau sind gemacht

Jetzt steht fest, wie das Bahnhofsareal Herisau einmal genutzt werden soll. Der Gemeinderat hat die planerischen Grundlagen verabschiedet. Die Auflage des Teilzonenplans beginnt.
Modell, wie der Bahnhof Herisau künftig aussehen könnte. Visualisierung: PD

Modell, wie der Bahnhof Herisau künftig aussehen könnte. Visualisierung: PD

Das Bahnhofsprojekt wird konkret: Der Gemeinderat hat gemäss einer Mitteilung zwei Geschäfte beschlossen, die die planerischen Grundlagen für die Arealentwicklung liefern. Zum einen ist dies der Teilrichtplan, den der Gemeinderat in erster Lesung behandelt hat. Der Teilrichtplan legt behördenverbindlich fest, wie das Bahnhofareal dereinst genutzt und überbaut werden soll. Er setzt für die Behörden Leitplanken für die Arealentwicklung. Grundstücksübergreifende Anliegen wie etwa die grundsätzliche Bestimmung und Koordination der Nutzungsflächen, die Langsamverkehrsverbindungen oder die Organisation der Parkierung werden im Grundsatz festgeschrieben. Über den behördenverbindlichen Teilrichtplan beschliesst der Einwohnerrat abschliessend, voraussichtlich am 15. Mai und eventuell zusammen mit dem Teilzonenplan.

Auflage des Teilzonenplans beginnt

Zum anderen ist es der Teilzonenplan samt einer Ergänzung des Baureglements, der die Planungsgrundlagen liefert. Er legt die mögliche Nutzung und Überbauung des Areals konkret beziehungsweise grundeigentümerverbindlich fest und wird nun bis am 16. Februar öffentlich aufgelegt. Nach der Einsprachephase soll auch der Teilzonenplan dem Einwohnerrat unterbreitet werden, er unterliegt aber zusätzlich dem fakultativen Referendum.

Beide Planungsgrundlagen waren im November und Dezember 2017 öffentlich vorgestellt worden. Die im Rahmen dieses Verfahrens der Vernehmlassung eingegangenen 13 Eingaben seien geprüft und teilweise in die Planungsmittel aufgenommen worden, hält der Gemeinderat in der Mitteilung weiter fest. Neben den planungsrechtlichen Geschäften wird der Einwohnerrat später auch über den Verpflichtungskredit für den neuen Bahnhofplatz mit Bushof befinden, bevor dieser voraussichtlich anfangs 2020 dem Herisauer Stimmvolk vorgelegt wird. All diese Prozesse werden demnächst von einer Plakataktion auf dem Bahnhofareal begleitet. Nebst einem geschichtlichen Rückblick wird auf sechs Plakaten über den Stand des Gemeindeprojektes «Bahnhofplatz mit Bushof» anhand von Visualisierungen, Schemata und Modelldarstellungen informiert.

Folge-Investitionen werden ausgelöst

Die Neugestaltung des Bahnhof-Areals und des Strassenverkehrsknotens ist ein von langer Hand vorbereitetes Projekt. Die Bahnbetriebe Südostbahn und Appenzeller Bahnen haben Gebäude und Anlagen, die sie nicht mehr brauchen. Die frei werdenden Flächen sollen für zentrumsnahes Arbeiten und Wohnen genutzt werden. Zugleich soll die Haltesituation für die Busse verbessert und behindertengerecht gemacht werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 58 Millionen Franken. (gk)

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