Nächste Etappe beim Alten Säntis

Dieser Tage sind auf dem Säntisgipfel wieder Bauarbeiten im Gange. Ein nicht mehr benötigter Schlaftrakt wird abgerissen. Nächstes Jahr gehen die Arbeiten beim Haupthaus weiter.

Karin Erni
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Die Abbrucharbeiten werden manuell durchgeführt. (Bild: PD)

Die Abbrucharbeiten werden manuell durchgeführt. (Bild: PD)

Der Neubau des Berggasthauses Alter Säntis wurde nötig, weil die Gebäude Feuchtigkeitsschäden hatten. Die Arbeiten schreiten planmässig voran. Am Montag begann der Abbruch eines nicht mehr benötigten Schlaftrakts. Der Rückbau erfolgte von Hand. Einzig für den Abtransport der Bauteile wurde ein Helikopter eingesetzt. Diese Arbeiten sind jetzt bereits abgeschlossen. An die Stelle des abgebrochenen Gebäudes kommt ein Betondeckel. Dieser bildet künftig den neuen Zugang zur Aussichtsterrasse.

Materialtransport ins Tal.
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Das Gebäude wurde zuerst eingerüstet.
Das Abbruchmaterial wird für den Transport zusammengebunden.
Hier entsteht der Betondeckel für die Terrasse.

Materialtransport ins Tal.

Die Schlafplätze des abgerissenen Gebäudes werden in den geplanten Neubau integriert. Dieser wird in der kommenden Saison erstellt. «Dafür wird das Obergeschoss des westlichen Hauptgebäudes zurückgebaut, so bald es die Wetterbedingungen im Frühjahr zulassen», sagt Bergwirt Ruedi Manser. Der neue Zimmertrakt kommt auf die bestehende Küche und den Keller zu stehen. Der Neubau wird leicht höher als das bestehende Gebäude und mehr in den Hang hineingebaut. Die Gesamtkubatur der Anlage ändert sich kaum.

Es wird weiterhin Matratzenlager sowie Doppel- und Mehrbettzimmer geben. Letztere erfreuen sich bei den Gästen zunehmender Beliebtheit. Die Gesamtzahl der Schlafplätze reduziert sich von 110 auf 100. Wobei ein Teil von den 15 Angestellten benutzt wird, die auf dem Berg schlafen. «Damit diese auch Abend beschäftigt werden können, ist der Ausbau für uns existenziell», sagt Manser. Auch die Betriebsabläufe vereinfachen sich dadurch. So verfügen die Mansers neu über einen grossen Trockenraum zum Aufhängen der Wäsche.

Diesen Sommer werde es wegen des Abbruchs 50 Schlafplätze weniger auf dem Säntis haben, sagt Ruedi Manser. «Im nächsten Jahr können wir gar keine Übernachtungsmöglichkeiten anbieten. Das Restaurant ist aber während der gesamten Bauzeit uneingeschränkt geöffnet.»