NACHGEFRAGT

Sich zusammentun, kann sich lohnen Ende September präsentierten die Gemeinden Wattwil und Ebnat-Kappel, in Zusammenarbeit mit Energietal Toggenburg eine Studie zum Grundwasservorkommen und dem damit verbundenen Wärmepotenzial auf ihren Gemeindegebieten.

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Sich zusammentun, kann sich lohnen

Ende September präsentierten die Gemeinden Wattwil und Ebnat-Kappel, in Zusammenarbeit mit Energietal Toggenburg eine Studie zum Grundwasservorkommen und dem damit verbundenen Wärmepotenzial auf ihren Gemeindegebieten. Thomas Grob, Geschäftsführer von Energietal Toggenburg, spricht über den Nutzen dieser Studie und die Möglichkeiten, die sich für Eigenheimbesitzer daraus ergeben.

Herr Grob, hatten Sie nach der Informationsveranstaltung vom 28. September Anfragen von Hauseigentümern, die in einer für Grundwassernutzung günstigen Zone liegen und sich für eine Wärmepumpe interessieren?

Nein, bislang noch nicht.

Warten Sie denn einfach auf Interessenten oder gehen Sie auch aktiv auf potenzielle Nutzer zu?

Wir sprechen mit vielen Leuten. Anhand der Karte, die aufgrund der Studie erstellt wurde, sehen wir, bei welchen Liegenschaften eine Grundwasserfassung mit Wärmepumpe Sinn machen würde. Am ehesten lassen sich natürlich Grundeigentümer überzeugen, die neu bauen oder bei denen eine Erneuerung der Heizungsanlage bevorsteht.

Mit welchen Kosten ist beim Bau einer Erdsonde mit Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus zu rechnen?

Die Kosten sind von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise der Heizleistung abhängig. Man kann aber davon ausgehen, dass eine Anlage in 20 bis 25 Jahren amortisiert ist, was ungefähr die gleichen Energiekosten wie bei einer herkömmlichen Heizungsanlage ergibt.

Lohnt sich der Aufwand denn für ein einzelnes Einfamilienhaus oder besteht die Möglichkeit, dass sich mehrere Häuser zusammentun?

Es ist bestimmt nicht so, dass sich ein Alleingang a priori nicht lohnen würde. Es ist aber von Vorteil, wenn mehrere zusammen die selben Bohrlöcher nutzen könnten. Die Möglichkeit einer gemeinsamen Lösung ist aber abhängig von der zur Verfügung stehenden Grundwassermenge.

Wie viel Liter Heizöl kann ein Einfamilienhausbesitzer pro Jahr mit einer Wärmepumpe einsparen?

Wir rechnen mit einer Einsparung von rund 2000 Liter Heizöl pro Jahr, was einer Reduktion des Co2-Ausstosses von rund 5,5 Tonnen entspricht. (uh)