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NACHGEFRAGT: «Ein längst überfälliger Schritt»

Seit Dienstag ist im Ständerat die Benutzung von Mobiltelefonen und Tablets erlaubt, die kleine Kammer hat sich entschieden, das Elektronikverbot teilweise aufzuheben. Die Standesvertreter dürfen ihre Geräte allerdings nur für den Ratsbetrieb nutzen. Und nur, sofern dieser nicht gestört wird.
Andrea Caroni Ständerat (Bild: PD)

Andrea Caroni Ständerat (Bild: PD)

Herr Caroni, freuen Sie sich darüber, dass das Handyverbot aufgehoben wurde?
Ja, das freut mich. Es ist ein längst überfälliger Schritt ins 21. Jahrhundert. In der Vorbereitung und den Kommissionen arbeiten wir ja bereits elektronisch. Nun können wir auch in der Ratsdebatte elektronisch auf Informationen zugreifen. Zudem debattieren wir ja im Ständerat anders als im Nationalrat oft spontan, da müssen wir schnell was nachschauen können.

Sie persönlich haben das Verbot also nie strikt befolgt?
Nein, das ginge schon für die Ratsarbeit gar nicht. Das tat wohl niemand. Man hat es bis anhin einfach verschämt unter dem Pult gemacht oder verliess gar den Saal. Dadurch verpasste man Teile der Debatte. Jetzt ist die Regelung in jeder Hinsicht effizienter. Zudem sind wir alle Milizpolitiker und nebenbei arbeitstätig. Da kann es durchaus vorkommen, dass man vom Ratsaal eine dringende Nachricht absenden muss. Als Familienvater muss man zudem für Notfälle erreichbar sein.

Sie könnten demnach nicht mehr auf Ihr Smartphone verzichten?
Für eine kurze Zeit vielleicht. Als Politiker muss man aber mit der Welt in Kontakt sein. Das ist Teil unserer Aufgabe. Auch beruflich und privat müssen wir mit der Heimat verbunden sein, wenn wir schon eine ganze Woche in Bern abwesend sind.

Und was ist mit Laptops. Dieses Verbot bleibt bestehen . . .
Ja, Laptops bleiben verboten. Der Bildschirm wäre eine optische Schranke und würde die Debatte wohl schmälern. (pag)

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