NACHGEFRAGT: «Dazu beitragen, dass die CVP beim Wähleranteil zulegt»

Der 32-jährige Pius Bürge aus Mosnang wird spätestens am 1. Februar 2018 neuer Geschäftsführer der CVP des Kantons St.Gallen. Der Toggenburger erläutert die Ziele, die er sich gesetzt hat.

Martin Knoepfel
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Pius Bürge aus Mosnang wird neuer Geschäftsführer der CVP-Kantonalpartei. (Bild: PD)

Pius Bürge aus Mosnang wird neuer Geschäftsführer der CVP-Kantonalpartei. (Bild: PD)

Pius Bürge, weshalb haben Sie sich als Geschäftsführer der CVP des Kantons St. Gallen beworben? War ihre Tätigkeit bei der Universität zu wenig spannend?

Die zweite Frage kann ich verneinen. Vielmehr wollte ich meinen beruflichen Kompass neu ausrichten. Ich bin seit über zehn Jahren im Personalbereich tätig. Das Amt als Geschäftsführer der CVP des Kantons St. Gallen betrachte ich als eine grosse Chance, denn ich kann die drei Bereiche Politik, wirtschaftliche Tätigkeit und Personalwesen miteinander vereinen.

Welche Ziele wollen Sie mit der Kantonalpartei erreichen?

Intern will ich effiziente Prozesse im Sekretariat sicherstellen. Es soll eine addressaten-gerechte interne und externe Kommunikation erfolgen. Und dann will ich dazu beitragen, dass die CVP beim Wähleranteil zulegt. Dabei wird die Herausforderung darin bestehen, solide politische Arbeit mit knackigen Parolen zu vereinbaren.

Welchen Wähleranteil haben Sie sich als Ziel bei den kommenden eidgenössischen und kantonalen Wahlen gesetzt?

Zahlen möchte ich keine nennen. Ein Gremium, das die nächsten Wahlen vorbereitet, ist schon an der Arbeit. Wir werden den Zeitpunkt festlegen, an dem wir die genauen Ziele festlegen.

Was werden Sie anders machen als Ralph Lehner, Ihr Vorgänger im Amt des Geschäftsführers der CVP?

Es liegt mir fern, die Arbeit meines Vorgängers zu beurteilen. Ich bin ein Typ, der anpackt. Wenn ich mich eingearbeitet habe, werde ich schauen, wo ich Akzente setzen will.

Wozu braucht es die CVP noch, nachdem es keine Diskriminierung der Katholiken mehr gibt?

Es braucht die CVP mehr denn je, wenn man das heutige Spektrum der Parteien ansieht. Die CVP will im Konsens Lösungen für Herausforderungen finden. Sie stellt den Menschen ins Zentrum. Das gefällt mir. Die CVP verbindet Verständnis für die Wirtschaft mit sozialer Verantwortung. Angesicht der Entwicklung in anderen Parteien ist das jetzt erst recht nötig.

Was können Sie als Geschäftsführer der CVP des Kantons St. Gallen fürs Toggenburg bewirken?

Ich bin als Geschäftsführer für die CVP im ganzen Kanton zuständig. Das Parteisekretariat erbringt Dienstleistungen für die Kantonalpartei sowie für die Regional- und Ortsparteien, aber natürlich für alle Regionen.

Werden Sie als ehemaliger Präsident der Jungen CVP des Kantons St. Gallen die Jungen besonders fördern und wie werden Sie das tun?

Vom Werdegang her habe ich eine gewisse Nähe zur JCVP. Wenn diese Rat oder Unterstützung braucht, werde ich sicher für sie da sein, gleich wie für andere Vereinigungen in der Partei, zum Beispiel für die CVP-Frauen.

Werden Sie bei den nächsten Wahlen wieder für den Kantonsrat kandidieren?

Nein, das wäre mit meiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Kantonalpartei nicht vereinbar.

Sie werden in Ihrem neuen Amt im ganzen Kanton unterwegs sein. Werden Sie an einen verkehrsgünstigeren Ort als Mosnang zügeln?

Es stimmt, dass ich als Geschäftsführer im ganzen Kanton unterwegs sein werde. Ich bin aber sehr verwurzelt in Mosnang. Und je nachdem welche Perspektive man hat, liegt Mosnang durchaus zentral.