NACHFOLGERIN: Cherchez la Femme

Das Kandidatenkarussell um den freiwerdenden Sitz in der Ausserrhoder Regierung beginnt sich zu drehen. Als erster Name kommt Dölf Biasotto ins Spiel.

Karin Erni
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Die Suche nach einer Nachfolgerin für Regierungsrätin Marianne Koller gestaltet sich schwierig. (Bild: APZ)

Die Suche nach einer Nachfolgerin für Regierungsrätin Marianne Koller gestaltet sich schwierig. (Bild: APZ)

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

Eigentlich wollte die Parteileitung der FDP AR am Donnerstag mitteilen, wer die Nachfolge von Regierungs­rätin Marianne Koller-Bohl antritt. Gestern hat das SRF-Regionaljournal einen Namen genannt: Es ist Dölf Biasotto aus Urnäsch. Der 55jährige Bauingenieur und Kantonsrat bestätigte auf Anfrage, dass er als Kandidat zur Verfügung stehe.

Bei der SVP zeichnet sich ab, dass Inge Schmid kandidieren könnte. Die Gemeindepräsidentin von Bühler hat bereits 2013 für den Regierungsrat kandidiert, unterlag damals aber Paul Signer. Für Anick Volger, Präsident der SVP-Kantonalpartei, eine valable Möglichkeit: «Wir haben immer klar gesagt, dass wir eine Frauenkandidatur wünschen. Eine reine Männerregierung ist schwierig in der heutigen Zeit, wo im Bundesrat über ­Frauenquoten diskutiert wird.» Über einen zweiten Anlauf von Inge Schmid werden die SVP-Mitglieder an der Generalversammlung vom 15. Dezember entscheiden.

Eine allfällige Kandidatur von Dölf Biasotto kommt auch bei anderen Parteien nicht gut an. Die SP würde gemäss dem Radiobericht ebenfalls eine Frauenkandidatur bevorzugen.

Schwierige Suche nach gewillten Frauen

Bei den Parteiunabhängigen sei man noch auf der Suche nach einer geeigneten Kandidatin beziehungsweise einem Kandi­daten, sagt deren Präsident Andreas Zuberbühler auf Anfrage. Er verhehlt aber nicht, dass es schwierig sei, eine geeignete Frau zu finden, die sich für das Amt zur Verfügung stellt. An der Mitgliederversammlung vom 16. Dezember werde eine allfällige Kandidatin oder Kandidat präsentiert und anschliessend nominiert, so ­Zuberbühler. Die CVP AR will gemäss ihrer Präsidentin Claudia Frischknecht nicht selber ins Rennen steigen, obwohl sie eine Frauenkandidatur begrüsst hätte. Wichtiger als die Frage nach dem Geschlecht erachtet Frischknecht jedoch, dass die Person die richtigen Voraussetzungen für das Amt mitbringe.

Für die FDP sind die Würfel indes noch nicht gefallen, die Parteileitung entscheide erst Ende Woche, die Delegierten am 12. Dezember über die Nomination, lässt sie verlauten.