Nachdem zwei Fälle mit dem mutierten Coronavirus bekannt wurden: Kantonsärztlicher Dienst ordnet für rund 100 Schüler an der Kantonsschule Trogen einen Test an

Während der Schulferien stecken sich zwei Jugendliche mit dem mutierten Coronavirus an. Der kantonsärztliche Dienst ordnet für Montag bei rund 100 Schülerinnen und Schülern einen Test an. Bis zum Vorliegen der Ergebnisse erhalten sie Fernunterricht.

Alessia Pagani
Merken
Drucken
Teilen
Am Montag werden rund 100 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Trogen zum Test aufgeboten.

Am Montag werden rund 100 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Trogen zum Test aufgeboten.

APZ

Am Montag wird an der Kantonsschule Trogen auf Anordnung des kantonsärztlichen Dienstes an allen sechsten Klassen und einer FMS-Klasse eine Covid-19-Testung durchgeführt. Dies, nachdem Ansteckungen bekannt geworden sind, wie der Kanton am Sonntag mitgeteilt hat. Es werden rund 100 Schülerinnen und Schüler getestet.

Getestet werden alle vier sechsten Gymnasialklassen der Kantonsschule und eine Klasse der Fachmittelschule FMS. Während der Skiferien wurden zwei Fälle mit mutierten Covid-19-Viren festgestellt, weshalb auf Anordnung des kantonsärztlichen Dienstes alle Jugendlichen dieser fünf Klassen getestet werden. Die Lernenden der genannten Klassen kommen am Montag gestaffelt zur Schule, ausschliesslich um den Covid-19-Test zu machen. Bis Mittwoch erhalten sie Fernunterricht und sollten spätestens bis dahin ihre Testergebnisse erhalten. Ab Donnerstag findet wieder normaler Präsenzunterricht statt.

Gute Erfahrungen mit ausgedehnter Testung

Die Massnahme ist Bestandteil des erweiterten Ausbruchsmanagements beim Auftreten von Ansteckungen mit einer der neuen mutierten Virusvarianten an Schulen. Mit der Covid-19-Testung an der Kantonsschule Trogen macht der Kanton gemäss Mitteilung einen zusätzlichen Schritt in Richtung einer erweiterten Ausbruchstestung, die durch das BAG bei Ansteckungen mit einer der neuen, ansteckenderen Virusvarianten empfohlen wird.

Ausserrhoden führt seit längerem im Rahmen des Covid-19-Ausbruchsmanagements ausgedehnte Testungen durch und hat damit gute Erfahrungen gemacht. Dabei werden bei bestimmten Ausbruchsfällen – etwa in Schulen oder Heimen – alle Personen im nahen Umfeld bis zu dreimal im Verlauf der zehntägigen Inkubationszeit getestet. Der Kanton hat gemäss eigenen Aussagen solche gezielten Ausbruchstests wiederholt durchgeführt. Bei Ausbrüchen durch eine der neuen Virusvarianten gilt ein intensiviertes Ausbruchsmanagement. Neben einem intensivierten Contact-Tracing werden in solchen Fällen sowohl die engen Kontaktpersonen als auch deren Kontaktpersonen auf Covid-19 getestet.

Fallzahlen an Ausserrhodens Schulen bisher tief

An den Schulen von Appenzell Ausserrhoden sind die Covid-19-Fallzahlen bisher tief. Pro Woche betrug die durchschnittliche Positivitätsrate bei Lernenden bis anhin zwischen 0,03 Prozent bis 0,64 Prozent. Dem Kanton ist es ein Anliegen, die Ansteckungsrate weiterhin tief zu halten und Übertragungsketten frühzeitig zu unterbrechen. Unter Berücksichtigung der schweizweit zunehmenden Verbreitung neuer Virusvarianten bereitet sich der Kanton vor, falls vermehrt Teil- oder Volltestungen von ganzen Schulen oder anderen Institutionen nötig werden sollten. (pd)