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Zu schlecht geschmiert: Jetzt drücken die Appenzeller Bahnen auf die Tube

Die Appenzeller Bahnen mussten vier neue Züge wieder aus dem Verkehr ziehen – wegen hohem Verschleiss an den Rädern. Jetzt ist klar: Es fehlte an Schmiermittel, vor allem auf der Neubaustrecke. Ab Anfang November sollen alle Züge wieder fahren.
Adrian Vögele
Einer der neuen «Tango»-Züge der Appenzeller Bahnen. (Bild: Ralph Ribi)

Einer der neuen «Tango»-Züge der Appenzeller Bahnen. (Bild: Ralph Ribi)

Ganz so einfach wie zu Hause bei der Modelleisenbahn ist es wohl doch nicht: Das dürfte der eine oder andere Fahrgast gedacht haben, als die Appenzeller Bahnen am vergangenen Freitag vier brandneue «Tango»-Züge wieder stilllegten – kurz nach der Eröffnung der Neubaustrecke St.Gallen-Teufen. Die Abnützung der Räder war überraschend hoch, die Fahrzeuge mussten zurück in die Werkstatt. Anders als bei der Modellbahn müssen bei der richtigen Eisenbahn Schienen und Räder geschmiert werden, damit die Reibung nicht zu gross ist. Bei den Appenzeller Bahnen hat sich nun herausgestellt: Der Schmierfilm war ungenügend, insbesondere auf der Neubaustrecke.

«Situation unterschätzt»

Der Schmierfilm zwischen Schiene und Rad war zu dünn. (Bild: Ralph Ribi)

Der Schmierfilm zwischen Schiene und Rad war zu dünn. (Bild: Ralph Ribi)

Das Schmiermittel wird einerseits vom Fahrzeug automatisch abgegeben. Diese Dosierung müsse optimal auf die Streckenverhältnisse eingestellt werden, heisst es im Communiqué. Aber auch die Wartung der Gleise spielt einen Rolle. Die Appenzeller Bahnen räumen ein, die Situation unterschätzt zu haben, insbesondere bei der Schmierung der Schienen. Nun hat das Bahnunternehmen Sofortmassnahmen ergriffen: Als erstes wurden die Gleise der Neubaustrecke behandelt. Zugleich wurde bei den Fahrzeugen das Intervall, in welchem das Schmiermittel abgegeben wird, erhöht. Das Resultat sei positiv: «Die Abnutzung bewegt sich nun im üblichen Rahmen», heisst es in der Mitteilung.

Dass nur vier von sieben «Tango»-Zügen vom erhöhten Verschleiss der Räder betroffen waren, liegt daran, dass die Fahrzeuge auf verschiedenen Streckenabschnitten unterwegs waren und unterschiedliche Kilometerleistungen erbrachten. Bis Ende Monat werden die betroffenen Züge repariert. Ab dem 1. November sollen sie alle wieder im Einsatz sein (siehe unten).

Anwohner klagen über quietschende Züge

Nicht nur Passagierinnen und Passagiere ärgern sich derzeit über die Appenzeller Bahnen: In Teufen beklagen sich manche Anwohner über den Lärm seit Inbetriebnahme der neuen Strecke: Die Züge würden ein «schrilles Quietschen» von sich geben. Das Bahnunternehmen rechnet damit, dass die bessere Schmierung von Schienen und Rädern auch zu einem geringeren Lärmpegel führt. Allerdings würden auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit das «Kurvenkreischen» beeinflussen.

Änderungen im Fahrplan

Derzeit fallen die Züge zwischen Teufen und Appenzell aus, es verkehren Bahnersatzbusse. Ab 27. Oktober fahren die Züge auf der Strecke St. Gallen-Appenzell wieder durchgehend – bis auf folgende drei Verbindungen, die noch mit Bussen bedient werden: Zug 2058 (05.55 Uhr ab Gais), Zug 2072 (07.24 Uhr ab Gais) und Zug 2173 (17.28 Uhr ab St. Gallen). Die Einschränkung dauert noch bis zum 1. November, ab dann sind wieder sämtliche neuen Züge im Einsatz. (av)

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