Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Nach der frischen Tat ertappt

Die Idee tönt überzeugend: Jeder Hund wird einem Speicheltest unterzogen, die Probe wird im Labor analysiert und ein DNS-Profil erstellt.
Bild: FIRAT BAGDU

Bild: FIRAT BAGDU

Die Idee tönt überzeugend: Jeder Hund wird einem Speicheltest unterzogen, die Probe wird im Labor analysiert und ein DNS-Profil erstellt. Jeder «herrenlose» Hundekot kann somit ganz genau dem entsprechenden Hund zugeordnet werden – und der Besitzer, der das Häufchen seines Lieblings nicht entsorgte, gebüsst werden – und zwar deftig! Diese biotechnische Kampfstrategie gegen Hundekot im öffentlichen Raum soll in Jerusalem umgesetzt werden. Die Bussen würden sich laut der israelischen Zeitung Haaretz auf rund 200 Franken belaufen und damit rund fünf Mal höher sein als die Kosten für den entsprechenden DNS-Test. Das Ganze scheint eine äusserst lukrative Einnahmequelle für die Stadt mit ihren 11 000 registrierten Hunden zu sein, denn bis anhin konnten Hundehalter nur bestraft werden, wenn sie direkt nach der frischen Tat ihres Vierbeiners ertappt wurden.

Doch die Umsetzung des Hunde-DNS-Projektes könnte sich als problematisch erweisen. Denn begraben liegt der Hund bei der Speichelentnahme. In Tel Aviv scheiterte 2008 ein ähnliches Projekt, weil die Hundebesitzer sich weigerten, ihren Tieren die Speichelproben entnehmen zu lassen. Die Stadt Jerusalem müsste also nicht nur Kotdedektive einstellen, sondern auch Speicheleintreiber – ein Job, der nicht nur viel Geduld braucht, sondern vor allem eine dicke Haut.

Christa Wüthrich

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.