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Nach der Arbeit das Vergnügen

Benis Olympia-Tagebuch
Beni Giger
Beni Giger im Fokus der Kamera bei einem Interview mit einer koranischen Journalistin. (Bild: PD)

Beni Giger im Fokus der Kamera bei einem Interview mit einer koranischen Journalistin. (Bild: PD)

Die Abfahrt der Damen wird ein richtig gutes Rennen. Dies vor allem dank des guten Einsatzes vom ganzen Team. So macht die Arbeit richtig Spass. Kurz vor der Produktion werde ich um ein Interview gebeten und muss einmal mehr Fragen auf Englisch beantworten. Was fühle ich, wenn ich Regie führe? Warum kommt die Steilheit des Hanges nicht immer zur Geltung? Welche ist meine liebste Kameraposition? Die Fragen liest eine Koreanerin von einem Smartphone ab, leider nicht in einem sehr verständlichen Englisch. Darum bin ich froh, dass der Kameramann beim Übersetzen hilft.

Das Rennen läuft aus unserer Sicht perfekt. Leider müssen wir aus Schweizer Sicht negative Emotionen, sprich enttäuschte Gesichter, zeigen. Der einzige Aufreger war, dass die FIS kurzfristig das Startintervall von 1.30 auf 1.45 Minuten verlängert. Wir stellen unser Konzept kurzerhand um, so flexibel sind wir.

Auf der Rückfahrt halten wir spontan an einem zugefrorenen See an. Wir haben schon öfter bemerkt, dass es dort immer viele Autos und noch mehr Menschen hat und wir sind gespannt, was es zu sehen gibt. Eisfischen! Die Koreaner stehen in der bitteren Kälte da, bohren Löcher ins Eis und halten Fischerruten hinein. Vier von unserem Team wollen versuchen, einen Fisch zu fangen, die anderen bleiben am Rand stehen und schliessen Wetten ab, wer zuerst einen Fisch fängt. Dies scheint aber nicht sehr einfach zu sein und so beschliessen wir nach einer halben Stunde eine andere Wette: Wer wird zuerst aufgeben? Leider hatte keiner der Fischer Petri Heil und auch fast alle haben gleichzeitig aufgegeben. Also gibt es keinen Wettsieger. Anschliessend fahren wir auf dem See GoKart, wir merken aber bald, dass die Fahrzeuge nicht richtig funktionieren. So macht es uns keinen Spass. Nun sitze ich im Bus zurück und mir schiesst ein Gedanke durch den Kopf: Zum ersten Mal seit drei Wochen habe ich für zwei Stunden nicht an den Skisport gedacht.

Beni Giger

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