Nach 58 Jahren zurückgetreten

Familienvereinigung Wickli

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Der zurücktretende Präsident Hans Wickli, umrahmt von den bisherigen Vorstandsmitgliedern: Bruno Wickli (stehend), Susi Wyss-Wickli (links) sowie Mathäus Wickli. (Bild: PD)

Der zurücktretende Präsident Hans Wickli, umrahmt von den bisherigen Vorstandsmitgliedern: Bruno Wickli (stehend), Susi Wyss-Wickli (links) sowie Mathäus Wickli. (Bild: PD)

Mitte Februar trafen sich Wickli-Stammesangehörige zur Hauptversammlung der Familienvereinigung in der Krummenauer «Sonne» . Diese hat zwar 70 Mitglieder, doch kommt nur ein Fünftel davon jeweils an die Zusammenkunft. Bruno Wickli wurde zum neuen Präsidenten gewählt, da Hans Wickli altershalber seine Demission eingereicht hatte.

Die Vereinigung gibt es seit bald 70 Jahren, und Hans Wickli amtete nicht weniger als 58 Jahre davon im Vorstand. Der in Neu St. Johann aufgewachsene und in Zürich wohnhafte, rüstige Rentner war 1959 dem Vorstand beigetreten, wo er als Aktuar und später als Präsident amtete. Das war zu einer Zeit, als man sich dort, obwohl verwandt, noch gegenseitig mit Sie ansprach. Verspätete Mitgliederbeiträge wurden per Nachnahme eingezogen und Adresslisten von Hand aus diversen Telefonbüchern zusammengestellt. Die Familie hat unterschiedliche Zweige, nämlich solche von Ennetbühl, Krummenau und Nesslau. Alle sollten im Vorstand vertreten sein, weshalb die Mitglieder an die Stelle von Hans Wickli seine Schwester Olga Marti-Wickli wählten. Die Krummenauer Wickli waren hingegen seit Jahren nicht mehr in der Kommission vertreten gewesen. Umso erfreulicher ist es, dass sich ein junger Angehöriger dieses Stammes bereiterklärt hat, den vakanten Sitz des verstorbenen Ernst Wickli einzunehmen.

Reto Wickli ist in Krummenau aufgewachsen und wohnt in Zürich. Damit vertritt er die grosse Gruppe der weggezogenen, aber emotional und durch das Bürgerrecht noch mit der Landschaft verbundenen Toggenburger. In den ersten Jahren hatten genau solche Leute den Verein geprägt und aufgebaut, weshalb die Versammlungen einmal in Wattwil und sogar ausserhalb des Kantons stattfanden. Bruno Wickli erwähnte diese und andere Episoden im Referat, wo er einen kurzen Einblick in die Geschichte des Vereins gab. Die Wickli aus Nah und Fern sind einmal mehr aufgerufen, dem Verein beizutreten, damit er weiterbestehen kann. (pd)