Nach 49 Berufsjahren geht Jakob Graf in den Ruhestand

GAIS. Jakob Graf hat als 16-Jähriger 1966 bei Niklaus Frehner, Zimmerei Bauschreinerei, in Gais seine Lehre als Zimmermann begonnen und diese mit Erfolg drei Jahre später abgeschlossen. Wie es damals noch üblich war, lebte er als auswärtiger Lehrling beim Lehrmeister.

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Jakob Graf (Bild: pd)

Jakob Graf (Bild: pd)

GAIS. Jakob Graf hat als 16-Jähriger 1966 bei Niklaus Frehner, Zimmerei Bauschreinerei, in Gais seine Lehre als Zimmermann begonnen und diese mit Erfolg drei Jahre später abgeschlossen. Wie es damals noch üblich war, lebte er als auswärtiger Lehrling beim Lehrmeister.

Bis auf zwei Jahre stets in Gais

Nach seiner Lehre ist Jakob Graf im Lehrbetrieb geblieben. Aus diesem ist 1976 die Firma Frehner Holzbau AG entstanden. Jakob Graf konnte schon früh als Vorarbeiter und Polier eingesetzt werden. Zahlreiche Holzbauten und anspruchsvolle Konstruktionen hat er ausgeführt. Diese wurden damals noch im Massstab 1:1 auf dem Reissboden aufgezeichnet und auf die Konstruktionshölzer übertragen. Nicht nur die Art und Weise der Fertigung hat sich während der Berufszeit von Jakob Graf massiv verändert, sondern auch die Bauweise an sich: Die Riegelbauten sind allmählich verschwunden, verdrängt vom rationelleren Elementbau.

49 Berufsjahre liegen hinter Jakob Graf. Nur zwei Jahre davon war er in einem Holzbaubetrieb in St. Gallen tätig, sonst war er während all der Jahre seinem Lehrmeister treu, welcher selber vor gut 20 Jahren in Pension ging. Die Frehner Holzbau AG wird heute in zweiter Generation von vier Brüdern geführt.

Guter Handörgeler

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich Jakob Graf nicht nur in seinem Beruf einen guten Namen geschaffen, sondern auch in seiner Freizeit als Musikant. Mit seiner Handorgel macht er immer wieder bei grösseren und kleineren Anlässen seinem Publikum viel Freude. Deshalb wurde zu seiner Abschlussfeier als «Mitspieler» Nicolas Senn engagiert.