Nach 17 Etappen am Ziel

Vergangenen Sonntag endete in Genf ein Projekt der katholischen Seelsorgeeinheit Bazenheid-Gähwil-Kirchberg und der evangelischen Kirchgemeinde.

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Die Gruppe unterwegs am Genfersee bei herrlicher Morgenstimmung. (Bild: pd)

Die Gruppe unterwegs am Genfersee bei herrlicher Morgenstimmung. (Bild: pd)

BAZENHEID-GÄHWIL-KIRCHBERG. In acht Jahren wurden mit je einer Frühlings- und einer Herbstwanderung die ganze Schweiz von Rorschach nach Genf in 17 Etappen durchquert.

Die letzte Wanderung

Auch Petrus leistete seinen Beitrag an das Fest, und so konnte die Schlussetappe bei idealen Bedingungen stattfinden. Es war jedoch noch dunkel, und nur die grosse Scheibe des Vollmondes leuchtete, als die Gruppe morgens um 3.15 Uhr startete. Viele konnten im Car schlafen und wurden erst kurz vor Lausanne bei der Raststätte Bavois geweckt. Kaffee und Gipfeli weckten die Lebensgeister und die Freude auf die bevorstehende Wanderung. Alle genossen nach dem verregneten Sommer die tolle Morgenstimmung. Der wunderschöne Uferweg wurde spontan als einer der schönsten aller Etappen eingestuft. Nach einer Stunde war Morges mit seiner eindrücklichen Festung erreicht. Durch Parkanlagen, dem See entlang, vorbei an Yachthäfen ging es weiter. Aus Zeitgründen wurde dann für ein Teilstück der Bus benützt. In einem Rundgang erkundeten die Toggenburger das historische Städtchen St-Prex. Von Allaman ging es durch Weinberge hinauf zum kleinen Winzerdorf Peroix. Während einer kurzen Besinnung auf einer Aussichtsterrasse zeigte Herr Pfarrer Treu auf, dass wir unseren Lebensweg selbst bestimmen und Verantwortung übernehmen müssen. Nach einer kurzen Wanderung gelangten die Pilger nach Rolle. Auch in diesem Städtchen staunten sie über die schöne Uferpromenade mit den vielen Blumen und die Sicht auf den See und die französischen Alpen.

Zum Abschluss eine Schifffahrt

Der historische Raddampfer «Rhone» nahm die Gruppe in Rolle mit auf das letzte Teilstück auf dem Weg durch die Schweiz. Die müden Wanderer konnten sich erholen und die Reise bei schönstem Wetter geniessen. Die Fahrt führte während zweier Stunden nach Nyon, Yvoire, Coppet, Versoix und Genf. Schon von weitem leuchtete der Jet d'eau, das Wahrzeichen von Genf. Bei diesem Springbrunnen werden pro Sekunde 500 Liter Wasser mit einer Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometer bis zu 140 Meter in die Höhe geschleudert. Bei Genève Mont Blanc gingen die Pilger an Land und waren endgültig am Ziel der mehrjährigen Reise. Der Abschluss wurde auf einer Terrasse mit einem Glas Weisswein gebührend gefeiert.

Am 25. September, um 19 Uhr, findet im Pfarreiheim in Kirchberg ein Rückblick auf die letzten Etappen, aber auch auf das ganze Projekt statt. Zu diesem Anlass sind alle Interessierten herzlich eingeladen. (pd)

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