Nach 1000 Stunden fast am Ziel

Seit Tagen wird in Hemberg die Infrastruktur für das Bergrennen vom kommenden Sonntag aufgebaut. Zentral ist die Streckensicherung sowie der Bau der Verpflegungsstände. Am Renntag selbst werden mehr als 370 Helfer für den reibungslosen Ablauf des Events verantwortlich sein.

Jesko Calderara
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HEMBERG. In der Einsatzzentrale der Organisatoren des Bergrennens Hemberg herrscht kurz vor dem Anlass reges Treiben: Freiwillige Helfer erkundigen sich nach ihren Aufgaben, die Mitglieder des Organisationskomitees (OK) richten ihre temporären Arbeitsplätze ein und koordinieren gleichzeitig die zu erledigenden Tätigkeiten.

«Die letzten Tage sind hektisch gewesen», sagt Christian Schmid, Initiator und OK-Präsident in einer freien Minute. Letzten Samstag habe ein zehnköpfiges Bauteam mit dem Aufbau der Infrastruktur vor Ort begonnen. Nebst den Plattformen für die gastronomischen Stände und einer Holztreppe, welche die Zuschauer zu ihren Plätzen führt, lag der Schwerpunkt der baulichen Massnahmen in der Streckensicherung. Für diesen Bereich erhielten sie Unterstützung durch den Werkhof des Kantons St. Gallen, erklärt Christian Schmid. «Wir bringen am Strassenrand zahlreiche Blech- und Betonelemente an.» Zudem würden an kritischen Stellen Stroh- und Heuballen plaziert.

Insgesamt 370 Helfer im Einsatz

In der verbleibenden Zeit vor dem Bergrennen gelte es noch, die letzten Feinheiten des Konzepts und sämtliche Auflagen der rund 18seitigen Bewilligung des Kantons umzusetzen. Am Samstag wird etwa die Rennstrecke gewaschen, damit die Fahrer nicht durch Laub oder Schmutz gefährdet werden. In den frühen Morgenstunden vor dem Start leistet zudem die Jagdgesellschaft Hemberg einen Einsatz. «Einige Jäger werden den Wald oberhalb der Strasse durchkämen und Rehe in den unteren Teil scheuchen, damit die Tiere nicht eingesperrt sind», erläutert Christian Schmid. Mit an Bord ist die Polizei Neckertal-Brunnadern. Die Beamten werden über das Wochenende in Hemberg ein Anzeige- und Fundbüro betreiben sowie für die Sicherheit sorgen.

Dem Veranstalter stehen zahlreiche freiwillige Helfer zur Seite. Komplexe Aufgabe wie der Verkehrs- und Sicherheitsdienst oder die Leitung des Rennbetriebs wurden dagegen an externe Partner vergeben. «Am Renntag werden insgesamt über 370 Leute im Einsatz stehen», erklärt der OK-Präsident. Motorradbegeisterte Männer und Frauen aus der Region seien genauso vertreten wie Hemberger Vereinsmitglieder, die sich für den Event in der Gemeinde engagieren möchten.

Seit 2005 arbeiten die Initianten an der Wiederbelebung des Bergrennens Hemberg. Er habe, so Christian Schmid, mehr als 1000 Stunden seiner Freizeit in das Vorhaben investiert. «Wir mussten bei null anfangen.» Es sei ein Pilotprojekt, bei dem nur noch der Name an die Vergangenheit erinnert. «Ich realisiere noch gar nicht, dass wir so kurz vor dem Ziel sind», sagt er. Die Motivation, den ganzen Aufwand auf sich zu nehmen, liege bei ihm darin, den Leuten eine Freude zu bereiten. «Wir möchten ganz einfach etwas auf die Beine stellen.» Falls das Autorennen bei den Zuschauern Anklang findet, sei dessen Fortsetzung in Zukunft denkbar.

10 000 Zuschauer erwartet

Obschon alle Details geplant wurden, bleibt eine Unbekannte. «Das Wetter können wir nicht beeinflussen», sagt Christian Schmid. Nebel wäre für den Rennbetrieb noch schädlicher als Regen. Doch die Wetterprognosen, welche einen trockenen Sonntag vorhersagen, stimmen die Organisatoren optimistisch. Dem Spektakel mit den erwarteten 10 000 Zuschauern steht dann nichts mehr im Wege.