Mutter muss selber zahlen

APPENZELL. In Appenzell Innerrhoden herrscht kein Anspruch auf einen Schulgeldbeitrag für den Unterricht eines Kindes an einer Privatschule. Die Standeskommission hat deshalb, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, einen entsprechenden Rekurs abgelehnt.

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APPENZELL. In Appenzell Innerrhoden herrscht kein Anspruch auf einen Schulgeldbeitrag für den Unterricht eines Kindes an einer Privatschule. Die Standeskommission hat deshalb, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, einen entsprechenden Rekurs abgelehnt. In besagtem Fall hat eine Mutter, nachdem bei Abklärungen gewisse Schwächen bei ihrem Kind festgestellt wurden, dieses aus der öffentlichen Schule genommen. Stattdessen lässt sie es an einer Privatschule unterrichten. Für die Kosten, die ihr mit der Privatschule entstehen, beantragte sie bei der Schulgemeinde einen Beitrag. Sie argumentierte, der Allgemeinheit fielen auch beim Besuch von öffentlichen Schulen Kosten an. Die Schulgemeinde lehnte das Gesuch ab, worauf die Mutter Rekurs bei der Standeskommission erhob.

Die Standeskommission stellt in ihrem ablehnenden Rekursentscheid fest, dass im Kanton Appenzell Innerrhoden kein Anspruch auf Beiträge an die Kosten für den Besuch von Privatschulen der Volksschulstufe besteht. Die Schulgesetzgebung enthalte keine derartige Verpflichtung. Hinzu komme, dass keinerlei Anzeichen bestünden, dass das öffentliche Schulangebot im Kanton, welches neben der Regelklasse verschiedene Unterstützungsangebote, Kleinklassen und Sonderschulung enthält, den Bedürfnissen des fraglichen Kindes nicht gerecht werden könnte. (rk)

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