Musikgesellschaft auf Weltreise

An ihrem Kirchenkonzert überraschte die Musikgesellschaft Ennetbühl unter der Leitung von Andrea Lusti das zahlreich erschienene Publikum mit Melodien aus verschiedenen Ländern.

Franz Steiner
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Die Musikgesellschaft Ennetbühl nahm an ihrem Kirchenkonzert die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise rund um den Erdball. (Bilder: Franz Steiner)

Die Musikgesellschaft Ennetbühl nahm an ihrem Kirchenkonzert die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise rund um den Erdball. (Bilder: Franz Steiner)

ENNETBÜHL. 35 Musikantinnen und Musikanten vereinigt das kleine Dorf Ennetbühl, und sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Gesellschaftsleben. Präsident Fredi Lusti konnte zur Begrüssung Passivmitglieder, Gönner, Ehrenmitglieder, Delegationen und ehemalige Mitglieder willkommen heissen. Alsdann führte Erika Wittenwiler mit viel Fachwissen durchs Programm. Sie versprach, 90 Minuten nonstop unterwegs zu sein und lud auf eine Reise rund um die Welt ein. Jedes Stück kam aus einem anderen Land, und so hatte es für jeden Zuhörer etwas dabei. Später gab Wittenwiler den Musikanten eine Verschnaufpause, indem sie in der Kirchgangmitte einen Auftritt auf dem Alphorn, einem Instrument, das nicht einfach zu spielen ist, mit viel Gefühl darbot.

Eine Reise um die Welt

Mit dem schmissigen Marsch «Sound of Emmental» wurde das abwechslungsreiche Konzert stimmungsvoll eröffnet. Flott und frisch wurde dieses von Fritz Rickli komponierte Stück von der Musikgesellschaft aufgeführt, in dem auch eine kurze Sequenz des bekannten «Trueberbueb»-Liedes vorkam. Da hatte wohl das eine oder andere Sängerherz innerlich mitgesungen. Es folgten weitere berühmte und beliebte Melodien. Da war die Aufforderung «Lehnen Sie sich zurück und entspannen Sie sich» den ganzen Abend Programm.

In die Stadt der Liebe

Mit «Les Trois Cloches», das zu einem Welthit wurde, ging es in die Stadt der Liebe, Paris. Bedächtig zu Beginn, nahm das zweite Stück so richtig Fahrt auf. Dann ging die Reise in den hohen Norden nach Schweden. Mit dem Spielen der Lieder der berühmten Popgruppe Abba liess die Musikgesellschaft das berühmte Quartett nochmals auferstehen. Sie intonierten so bekannte Titel wie «Dancing Queen», «Mama Mia» und «Fernando» in einem Medley. Mit «Rondo Romantico» wurde in eine ganz andere Zeit ins südliche Nachbarland des 17. Jahrhunderts eingetaucht. Nach «Irish Fantasy» ging's mit «Bound Blues» zu den Wurzeln des Blues über den grossen Teich in den Süden Amerikas.

Zum Abschluss der Reise folgte als Höhepunkt «Skyfall», eine Filmmelodie aus den James-Bond-Klassikern. Mit grossem Applaus wurden noch zwei Zugaben herausgeklatscht. Der Marsch «Ein frohes Wiedersehen» und die «Ellwangen-Polka» rundeten ein rundum gelungenes Konzert ab.

Andrea Lusti, die nach einem Unterbruch seit zwei Jahren die Direktion innehat – vorher war sie schon einmal 14 Jahre Leiterin der MG Ennetbühl –, meinte: «Trotz üblicher Tücken von Nervosität brachten wir es gut über die Bühne.» Sie lobte die Vorbereitung, alle zögen am gleichen Strang und seien motiviert. Sie freut sich, Ende Mai in Bazenheid mit der jungen und aufgestellten Truppe am Kreismusiktag teilzunehmen. Die Besucher gingen mit einem guten Gefühl nach Hause: «Es isch es grandioses Programm gsi», meinte eine Besucherin beim Verlassen der Kirche.

Erika Wittenwiler zeigte auf dem Alphorn ihr Können.

Erika Wittenwiler zeigte auf dem Alphorn ihr Können.

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