Musikanten gehen auf Reisen

Musikgemeinschaft Alt St. Johann-Unterwasser-Stein

Ruth Bischof
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Der Weg ins Wallis führte die Obertoggenburger Musikanten über Pässe. (Bild: PD)

Der Weg ins Wallis führte die Obertoggenburger Musikanten über Pässe. (Bild: PD)

Heute Freitag gehen wir auf unsere dreitägige Musikreise. Vor der Abreise begrüssen uns unser Reiseleiter Walter Koller und Carchauffeur und ehemaliger Musikkollege Urban Egli.

Wir reisen in Richtung Luzern über den Brünig nach Hasliberg. Beim ehemaligen «Sternen»-Wirt Roland Hofstetter wird uns ein feines Mittagessen serviert. Weiter fahren wir bis kurz vor die Grimselsee-Staumauer, zum Felslabor Grimsel der Nagra. Dort heisst es umsteigen in Busse, und schnell sind wir in den Bohrstollen, 450 Meter tief unter dem Juchlistock. Dort wird uns erklärt, wie später der Atommüll sicher gelagert werden soll. Zufällig sind sie bei den Bohrungen auf glänzende Kristalle gestossen, die wir (hinter dicken Glasscheiben) bewundern können. Wieder im Car geht die farbige Herbstfahrt weiter über den Grimselpass bis zu unserem Zielort Brig.

Auf Schusters Rappen oder auf dem Trottinett

Am Samstagvormittag fahren wir nach Blatten und mit der Seilbahn auf die 2094 Meter über Meer gelegene Belalp. An den Schuhen wird gleich erkannt, wer die schön gelegenen Bergwege benutzen will und wer einfach «nur» die herrliche Bergwelt geniessen möchte. Petrus sei Dank für das sonnige Herbstwetter. Auf Schusters Rappen, mit der Seilbahn oder gar auf dem Trottinett geht’s zurück zum Car und nach Brig. Rein zufällig hören wir in Brig noch ein Ständli der heimischen Blasmusik. Für einen Spaziergang oder einen gemütlichen Jass bleibt auch noch genügend Zeit. Ich habe mich fürs Jassen entschieden und zu Beginn fürchterlich verloren. Liebe Jasskollegen: Wir zwei Frauen freuen uns heute noch über das am Schluss gewonnene Fränkli. Vor dem Nachtessen werden wir überrascht mit einem Apéro. Am heutigen Tag feiern Lina und Walter ihren 45. Hochzeitstag. Vielen Dank für den guten Tropfen Weissen und viel Glück und Gesundheit.

Viel zu früh geht’s wieder nach Hause

Das milde Walliser-Klima lädt uns geradezu ein, den Abend im Freien zu verbringen. Und wer das Briger Nachtleben testen will, es sind genügend, mit drei Buchstaben angeschriebene Häuser vorhanden. Nach dem reichhaltigen Frühstück am Sonntagmorgen ist halt wieder die Heimreise auf dem Programm. Hätte jemand gefragt, ob wir noch bleiben möchten: Ich (und wohl manch andere auch) wäre sofort wieder aus dem Car gestiegen. Durch das Goms und über die Furka treten wir die Heimreise an. Die Berge sind noch verhangen und die herbstlichen Farben erscheinen, wohl gerade deshalb, noch farbiger. Nach dem Furkapass scheint aber bereits wieder die Sonne und wir geniessen den Aufenthalt in Andermatt umso mehr. Weiter geht’s nach Rothenthurm ins Restaurant Biberegg zum Mittagessen, wo wir köstlich verpflegt werden. Gegen Abend treffen wir wieder wohlbehalten in unserer Heimat ein.

Herzlichen Dank an Walter Koller und Niklaus Forrer für die gut organisierte Reise und an Urban für die sichere Fahrt. Danke für die schöne und gemütliche Reise.

Ruth Bischof