MUSIK: Am Heiden Festival wird's bayrisch

An der zweiten Austragung des Heiden Festivals treten vom 26. bis 28. Mai namhafte Interpreten der Volksmusik aus dem In- und Ausland auf. Statt eines Festzeltes gibt es zwei Open-Air-Bühnen.

Karin Steffen
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Peter Widmer, Programmverantwortlicher, und Max Frischknecht, OK-Präsident, begutachten die frisch gedruckten Programme. (Bild: PD)

Peter Widmer, Programmverantwortlicher, und Max Frischknecht, OK-Präsident, begutachten die frisch gedruckten Programme. (Bild: PD)

Karin Steffen

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3500 Programmhefte frisch ab Druckerpresse warten auf den Versand und Tausende Flyer liegen bereit, um unter die Leute gebracht zu werden. Die Vorbereitungszeit ist vorbei, und auch das letzte Warm-up-Konzert mit der Kapelle Enzian ging in der «Linde» erfolgreich über die Bühne. «Ja, wir sind bereit für den Show-down», freut sich Peter Widmer, Programmverantwortlicher des Heiden Festivals. Wie im vergangenen Jahr findet das Festival am letzten Wochenende im Mai in verschiedenen Konzertsälen in Heiden statt. «Bewährtes, wie beispielsweise die Ländlerchilbi, haben wir beibehalten», sagt Widmer. Auch die Ausrichtung des Festivals auf die neue Volksmusik, welche traditionelle Elemente mit Jazz, Folk oder auch klassischer Musik verbindet, bleibt gleich.

Tanz unter freiem Himmel und Gäste aus Bayern

Neu sind hingegen die beiden Open-Air-Bühnen auf dem Dunant- und auf dem Postplatz, wo teilweise auch getanzt werden kann. «Wir wollen das Festival ins Dorf und zur Bevölkerung bringen», sagt Widmer. Den Auftakt des Festivals bestreiten am Freitagabend, 26. Mai, im Kursaal der Hackbrettler Nicolas Senn und der Pianist Elias Bernet mit ihrem Programm «Hackbrett meets Boogie-Woogie». Gastregion des diesjährigen Festivals ist Bayern. Mit der Verpflichtung der Wellbrüder aus’m Biermoos ist den Organisatoren ein Coup gelungen. Die drei Multiinstrumentalisten haben mit dem Kabarettisten Gerhard Polt Kultstatus erreicht. Sie verstehen sich jedoch nicht nur aufs Musizieren, sondern präsentieren auch satirisch-bissige Sketche und Lieder. Am Festival in Heiden bestreitet das Trio den Hauptakt am Samstagabend im Kursaal und sorgt tagsüber für Betrieb auf dem Festgelände, beispielsweise mit Volkstanzkursen für die Bevölkerung.

Die Organisatoren verzichten in diesem Jahr auf das grosse Festzelt auf dem Dunantplatz und nutzen stattdessen die gesamte Infrastruktur des Kursaals. «Den Kursaal haben wir als neues Hauptlokal ins Konzept aufgenommen. Wir sind dadurch wetterunabhängig und können den Zuschauern einen noch besseren Hörgenuss bieten», ist OK-Präsident Max Frischknecht überzeugt.

Nebst dem Konzertsaal wird am Abend die Bar in Betrieb genommen. Der vom letzten Jahr her bekannte Akkordeonist Julien Gonzales aus Paris lässt dort mit seinem Kollegen Rodrigo Mauricio aus Portugal den späten Freitag- und Samstagabend ausklingen. Auch der ökumenische Gottesdienst in der reformierten Kirche mit Pfarrer Ruedi Balz, Pfarreileiter Albert Kappenthuler und Pastor Andy Schüpbach hat seinen festen Platz am Festival. Die musikalische Gestaltung übernehmen der Gospelchor Heiden, das Tessiner Duo Vent Negru mit südalpiner Volksmusik und der Organist Jürgen Natter.

Hinweis

Tickets und weitere Informationen unter www.heiden-festival.ch oder bei der Tourist Information in Heiden.

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