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«Müssig, darüber zu diskutieren»

Wenig Verständnis bis hin zu Unglauben. Wattwiler und St. Galler Kantonspolitiker empfinden den erneuten Vorstoss aus dem Linthgebiet als unangebracht. Die Regierung vertritt eine klare Position.
Urs M. Hemm
Kantonsschule Wattwil: Die Diskussionen über den Standort der Kantonsschule nehmen kein Ende. (Bilder: Urs M. Hemm)

Kantonsschule Wattwil: Die Diskussionen über den Standort der Kantonsschule nehmen kein Ende. (Bilder: Urs M. Hemm)

«Der Entscheid ist gefällt.» Daran lässt Stefan Kölliker, Regierungsrat und Vorsteher des Bildungsdepartements, keinen Zweifel. Der Vorstoss aus dem Linthgebiet habe ihn überrascht. «Es gibt keine neuen Argumente, welche den Entscheid der St. Galler Regierung revidieren würden, am Standort Kantonsschule Wattwil festzuhalten», sagt Kölliker entschieden.

«Alte Geschichten wieder aufwärmen»

Jetzt werde einfach versucht, alte Geschichten wieder aufzuwärmen. «Die Regierung hat alle Argumente gehört und zu allen Fragen entsprechende Antworten gegeben. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen – es ist müssig, weiter darüber zu diskutieren.» Denn, die Regierung habe alles mit Fakten hinterlegt, welche für Wattwil sprechen würden.

Kein Verständnis hat Stefan Kölliker für den Vorschlag eines Mint-Ablegers in Rapperswil-Jona. Dies würde eine Aussenstelle für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bedeuten. «Mit diesem Vorschlag wollen die Politiker ihr Gesicht wahren, damit sie Wahlversprechen halten können. Es wird einfach probiert, das Thema wieder aufzufrischen – am Beschluss ändern werde es jedoch nichts.»

Daniel Blatter, Geschäftsführer von Region Toggenburg, ist es leid, dieses Thema zu diskutieren. «Das Argument, dass prozentual weniger Toggenburger Schülerinnen und Schüler an der Kanti sind, haben wir während dieser Diskussion schon oft gehört und macht dennoch keinen Unterschied», sagt er. Den Vorwurf von Kantonsrat Peter Göldi, der Entscheid für Wattwil basiere lediglich auf regionalpolitischen Argumenten, nimmt Blatter gelassen. «Der Standort Wattwil für eine Kantonsschule ist wichtig, das steht ausser Frage», sagt er. Und Wattwil habe auch die nötigen Anbindungen bezüglich des öffentlichen Verkehrs für einen reibungslosen Betrieb. «Dieser Vorstoss bringt keine neuen Argumente, um einen gefällten Entscheid zu revidieren.»

«Zwei Standorte sind absurd»

Wichtig sei, dass die Ausbildung an einem Ort sei. Denn die Zusammenarbeit mit dem hiesigen Gewerbe biete Vorteile für die Unternehmungen, wie auch für die Auszubildenden.

«Ein Strohfeuer», nennt Ivan Louis, Präsident des Vereins Campus Wattwil, das Ansinnen der Linthgebieter. «Der Vorschlag, zwei neue Standorte zu bauen, ist absurd», sagt er. Dieser Gedanke sei von organisatorischer, aber vor allem von finanzieller Seite abwegig.» Er vertraue auf den Entscheid der St. Galler Regierung und hoffe, dass dieses Thema bald vom Tisch sei und der Bau des Campus so bald als möglich beginnen könne.

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