«Müssen lästiger werden»

Die Ebnat-Kappler Frauen müssen sich in der 2. Liga steigern, wenn sie ihr Saisonziel, Platz in der ersten Tabellenhälfte, noch erreichen möchten. Trainer Peter Schrepfer erklärt, wie es gehen soll.

Beat Lanzendorfer
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Peter Schrepfer: Bitte in der Rückrunde mehr Licht als Schatten. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Peter Schrepfer: Bitte in der Rückrunde mehr Licht als Schatten. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Herr Schrepfer, Licht und Schatten wechselten sich in der Vorrunde in schöner Regelmässigkeit ab. Positiv sind sicher die Siege gegen die Schlusslichter Wil und Linth 04 zu werten. Gegen die Spitzenteams aber war nichts zu holen. Wie schätzen Sie die Vorrunde ein?

Peter Schrepfer: Sie widerspiegelt die zu erwartenden Leistungen. Die Auswirkungen fingen schon in der Rückrunde letzter Saison an, als wir personell sehr schmalspurig fahren mussten. Diese Lücke konnten wir leider bis jetzt nicht schliessen. Man sieht aber, dass die Mannschaft ihr Potenzial zwischenzeitlich super abrufen kann. Leider ist es so, dass der Frauenfussball eher wieder etwas rückläufig ist. Wenn ich die 2.-Liga-Damengruppe anschaue, sind wir die einzigen, die weder eine Gruppierung gemacht haben oder sich auf einem Kunstrasen austoben können. Dies denke ich, ist der Unterschied zu den Top-Teams.

Wie ist die Vorbereitung zur Rückrunde verlaufen?

Schrepfer: Wie es so ist, das Joggen ist halt nicht jederfrau Sache, darum war der Trainingsbesuch anfangs sehr harzig. Von grösseren Verletzungen blieben wir zum Glück verschont. Die vorhandene Infrastruktur war wieder unser grösster Gegner, darum holten wir uns unseren letzten Schliff Ende März im Trainingslager.

Ebnat-Kappel gelingt es, eigenen Nachwuchs in das Frauenteam einzubauen. Wachsen immer noch genügend Talente heran?

Schrepfer: Es wird Superarbeit geleistet im Juniorinnenbereich. Talente im Obertoggenburg sind vorhanden, wenn es aber darum geht, sie an die Aktiven heranzuführen, kommen vielfach private Änderungen wie zum Beispiel Lehre, Arbeitszeit, Arbeitsweg, neue Hobbies, Freizeitgestaltung hinzu.

Das führt dann dazu, dass sie mit dem Fussballspielen ganz oder teilweise aufhören. In Ebnat-Kappel ist es halt so, dass uns Spielerinnen eher verlassen als Auswärtige den Weg zu uns finden.

So ist es auch mit Sarah Giezendanner gegangen, die uns in der Winterpause Richtung Rapperswil in die Nationalliga B verlassen hat.

Sie beginnen die Frühjahrsrunde erst am 10. April in Wittenbach. Gelingt endlich der erste Dreier gegen ein vor Ihnen liegendes Team?

Schrepfer: Alles ist möglich. Wir arbeiten daran. Nach Analysierung der Spiele sind wir nicht weit weg von den anderen Teams, wenn wir vorne hungriger und hinten lästiger werden, kommen auch die Punkte.

Wie sieht Ihre persönliche Zukunft aus. Bleiben Sie über das Saisonende hinaus dem FC Ebnat-Kappel als Trainer des Frauenteams erhalten?

Schrepfer: Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Die Zukunft steht noch in den Sternen.

Rangliste Frauen 2. Liga, Gruppe 2 1. Neckertal-Bütschwil 9/22. 2. Thusis-Cazis 9/21. 3. Triesen 9/20. 4. Wittenbach 9/15. 5. Ems 9/14. 6. Rapperswil-Jona 2 9/10. 7. Ebnat-Kappel 9/10. 8. Weinfelden-Bürglen 9/6. 9. Wil 9/6. 10. Linth 04 9/6. Erste Frühjahrsrunde: Samstag, 9. April: Triesen – Linth 04 (18 Uhr). Sonntag, 10. April: Wil – Ems (11 Uhr), Wittenbach – Ebnat-Kappel (11 Uhr), Rapperswil-Jona 2 – Thusis-Cazis (13 Uhr), Weinfelden-Bürglen – Neckertal-Bütschwil (16 Uhr).

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