Mühlau: Schnittstelle und reich an Wasser

Die Mühlau ist Schnittstelle der Gemeinden Lütisburg und Kirchberg. Mit vier Grundwasserfassungen sowie der Haldenquelle, aus der im Normalfall 1300 Liter Wasser pro Minute gefördert werden können, ist das Gebiet sehr wasserreich.

Beat Lanzendorfer
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Die alte Holzbrücke diente von 1850 bis 1951 als Übergang über die Thur. (Bild/Quelle: Toggenburger Heimat-Jahrbuch 1953)

Die alte Holzbrücke diente von 1850 bis 1951 als Übergang über die Thur. (Bild/Quelle: Toggenburger Heimat-Jahrbuch 1953)

Die Mühlau ist Schnittstelle der Gemeinden Lütisburg und Kirchberg. Mit vier Grundwasserfassungen sowie der Haldenquelle, aus der im Normalfall 1300 Liter Wasser pro Minute gefördert werden können, ist das Gebiet sehr wasserreich. Ein Segen für den Zweckverband Wasserversorgung KiBaLü, der für die Förderung und den Unterhalt der Leitungen zuständig ist. Auf 565 Meter gelegen, ist die Mühlau auch tiefster Punkt des Toggenburgs.

Neue Holzbrücke ab 1850

Im Jahre 1849 hat sich der damalige Besitzer der Mühlau, Gemeindammann (heute Gemeindepräsident) Elias Baumann von Lütisburg, der für den Übertritt Zoll erhob, bereit erklärt, auf eigene Kosten eine neue Holzbrücke zu erstellen. Die alte war einsturzgefährdet, was öfters zu Beanstandungen führte. Zwölf Monate später ist das neue Bauwerk dann dem Verkehr übergeben worden.

Neue Brücke ohne Dach

An der Holzbrücke wurden im Verlaufe der hundert Jahre ihres Bestehens immer wieder Reparaturarbeiten vorgenommen. 1950 beschlossen die Gemeinderäte beider Gemeinden, die Brücke abzubrechen und in Mogelsberg wieder aufzustellen. Der Thurübergang bei der Mühlau wurde durch eine neue, ungedeckte Brücke ersetzt. Die Erstellungskosten beliefen sich im Jahre 1951auf 150 000 Franken. Vor zehn Jahren wies die Brücke Korrosionsschäden auf und musste für 580 000 Franken saniert werden. Kirchberg und Lütisburg teilten sich diesen Betrag je hälftig auf. In unmittelbarer Nähe steht heute das vom Regionalwerk Toggenburg (rwt) betriebene Wasserkraftwerk. 2010 in Betrieb genommen, nutzt der Energieversorger die Kraft des Wassers der Thur und produziert für rund 1300 Haushalte Strom.

Die neue Mühlaubrücke. Gebaut 1951, umfangreich saniert 2006. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die neue Mühlaubrücke. Gebaut 1951, umfangreich saniert 2006. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Bild: Beat Lanzendorfer

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