Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Mozartische Leichtigkeit

Der Konzertchor Toggenburg schaut auf ein erfolgreiches und beglückendes Wochenende zurück. Am 18. und 19. Juni standen die beiden Konzerte «Mozarts Salzburger Jahre» auf dem Programm.
Mit viel Freude trat der Konzertchor in der evangelischen Kirche in Wattwil und in der Barockkirche auf der Insel Rheinau auf. (Bild: pd)

Mit viel Freude trat der Konzertchor in der evangelischen Kirche in Wattwil und in der Barockkirche auf der Insel Rheinau auf. (Bild: pd)

WATTWIL. Mit einiger Anspannung und grosser Vorfreude trat der Chor am Samstagabend in der evangelischen Kirche in Wattwil vor vielen seiner Verwandten und Freunde quasi zu einem «Heimspiel» an, das Zuhörer und Sänger gleichermassen begeisterte.

Luftig vorgetragen

Mit den «Vesperae solennes de confessore» KV 339 und der «Krönungsmesse» KV 317 hatte sich der Chor an zwei Meisterwerke von Mozart aus dessen zweiter Salzburger Zeit 1779–1781 gewagt. Begleitet wurde der Chor vom professionellen, hervorragenden Orchester Collegium Cantorum, das mit der luftig vorgetragenen «Kirchensonate» KV 329 die beiden aus der gleichen Schaffensperiode hervorgegangenen Vokalwerke verband. Das Solistenquartett mit Maria Gessler (Sopran), Brigitte Schweizer (Alt), Stefan A. Rankl (Tenor) und René Perler (Bass) verlieh den Chorwerken mit den wunderbar gesungenen Arien und Wechselgesängen zusätzliche mozartische Leichtigkeit und in den Sopranarien des «Laudate Dominum» und «Agnus Dei» eine unvergleichliche Innigkeit.

Gut und stimmig

Dass sich der Toggenburger Laienchor so gut und stimmig in die Musikwelt von Mozart einarbeiten konnte, ist das Verdienst des stets motivierenden, äusserst exakten und hochmusikalischen Dirigenten Marcus Tremmel, der die souveräne Gesamtleitung des Konzerts innehatte. Nach dem Konzert in Wattwil vor sehr zahlreich erschienenen Zuhörern folgte am Sonntagnachmittag das Wagnis einer Aufführung vor mehrheitlich fremdem Publikum in der prächtigen Barockkirche auf der Insel Rheinau. Eingebunden ins sommerliche Programm der seit 40 Jahren bestehenden «Rheinauer Konzerte», durfte der Konzertchor Toggenburg in diesem inspirierenden und akustisch wunderbaren Bauwerk aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts auftreten. In der praktisch ausverkauften Kirche gelang auch die zweite Aufführung zu einem berührenden Mozarterlebnis und zu einem im wahrsten Sinne des Wortes krönenden Abschluss der intensiven Probenphase, bildete doch die Krönungsmesse den Schlusspunkt des Konzertprogramms.

Nächstes Projekt

Ein bisschen stolz auf die erbrachte Leistung, freuen sich Chor und Dirigent nun bereits aufs nächste Projekt, das sich nochmals mit einer Messe aus der Klassik beschäftigt: Die «Grande Messe des Morts» von F.-J. Gossecs (1734–1829) ist zwar in Vergessenheit geraten, war aber einst so berühmt, dass sie Mozart als Vorbild für dessen Requiem diente. Der Konzertchor Toggenburg würde sich freuen, wenn er noch einige Sängerinnen und Sänger mehr in seinen Reihen zählen dürfte – vielleicht waren ja Konzertbesucher begeistert von den Mozart-Aufführungen und würden gerne selber bei einem nächsten Projekt mitsingen. Die Proben beginnen nach den Sommerferien und finden jeweils am Mittwoch um 19.30 Uhr im Saal der evangelischen Kirche Lichtensteig statt. (pd)

www.konzertchor-toggenburg.ch oder Auskunft bei der Präsidentin Jolanda Koller, Telefon 071 983 51 28.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.